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Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat einen Vier-Punkte-Plan für mehr Verkehrssicherheit.

Herrmann: Verkehrstote um 30 Prozent reduzieren

München - Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ist durch einen unerwarteten Anstieg der tödlichen Verkehrsunfälle in Bayern alarmiert - und will die Zahl der Verkehrstoten bis 2020 um 30 Prozent reduzieren.

2011 ging die Zahl der Unfälle in Bayern im Vergleich zu 2010 zwar um zwei Prozent auf 350 000 zurück. Die Opferzahl jedoch stieg um zwölf Prozent - 780 Menschen verloren ihr Leben. Seit Jahrzehnten geht diese Zahl eigentlich zurück. Auch in den ersten vier Monaten dieses Jahres gab es wieder einen Rückgang der tödlichen Unfälle.

Herrmanns Plan hat vier Bestandteile: Der erste Punkt sind bessere Sichtbarkeit und eine bessere Beschilderung. So sollen Kinder und Motorradfahrer nach Möglichkeit reflektierende Schutzkleidung tragen, weil sie leicht übersehen werden. Die Zahl der Verkehrsschilder soll sinken, damit die Verkehrsteilnehmer sich leichter orientieren können und nicht verwirrt werden.

Ein zweiter Schwerpunkt sollen bauliche Maßnahmen sein - vor allem auf Landstraßen, auf denen die meisten Menschen sterben. „Mit speziellen Schutzsystemen wie einem Unterfahrschutz für Motorradfahrer und Verbesserungen am Bankett wollen wir die Unfallfolgen beim Abkommen von der Straße mildern“, sagte Herrmann. Dritter Punkt ist die Verkehrssteuerung - von aktuelleren Stauwarnungen bis zur Neu- und Weiterentwicklung von elektronischen Hilfen für Autofahrer. Der vierte Schwerpunkt sind Maßnahmen der Polizei - unter anderem schnellere Bußgeldverfahren. „Wo die Einsicht fehlt, sind Sanktionen leider unverzichtbar“, sagte Herrmann.

Das geplante Verkehrssicherheitsprogramm „Bayern mobil - sicher ans Ziel“ ist im Internet zur Diskussion freigegeben. Auf der Internetseite www.sichermobil.bayern.de können auch Bürger Vorschläge machen.

dpa

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