"Das ist mühselig"

Herrmanns Ärger mit der Bahn

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München – Vor einem Bahngipfel am Montag in der Staatskanzlei hat Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) die Deutsche Bahn scharf kritisiert.

„Man muss bei der Deutschen Bahn ständig auf der Matte stehen, ständig anklopfen, ständig nachfragen“, sagte er unserer Zeitung. „Das ist manchmal etwas mühselig. Ich habe den Eindruck, dass die Entscheidungsprozesse der DB unnötig lange dauern. Wir müssen aber endlich voran kommen mit wichtigen Schienenprojekten in Bayern.“

2015 werde das Jahr der Entscheidungen, kündigte Herrmann an. In diesem Jahr solle der Baubeginn für den 2. Stammstreckentunnel erfolgen. Außerdem beginnen die Bauarbeiten für die Elektrifizierung der Strecke Geltendorf-Lindau. Endlich Fortschritte müsse es auch bei der ABS 38 geben, der Verbindung München-Mühldorf-Freilassing. Sie ist zum Großteil einspurig und nicht elektrifiziert. Der Ausbau sei „von ganz großer Bedeutung“ und müsse vor einem zweiten Großprojekt kommen, dem Bau einer Zulauftrasse zum Brennerbasis-Tunnel durch das Inntal. Auch bei der S 7-Verlängerung nach Geretsried will Herrmann endlich Fortschritte. Er kenne das Thema, seit er in den 1980er Jahren als junger Regierungsrat vom damaligen Leiter der Staatskanzlei Edmund Stoiber damit befasst worden sei. Das Projekt könne nur gelingen, wenn auf die Forderung Wolfratshausens nach einer Tieferlegung der Gleise eingegangen werde. Dies und eine Beseitigung der Schranke nannte Herrmann „unvermeidlich. Das ist der einzige Weg, um die Verlängerung zu bekommen.“ Bayern habe in Aussicht gestellt, sich mit Straßenbaumitteln „an dem Projekt zu beteiligen“.  

dw

Rubriklistenbild: © dpa

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