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Gewinner und Verlierer

Wo Bayerns Vielverdiener wohnen

München - Bayern gehört zu den reichsten Bundesländern in Deutschland. Eine Gehaltsstudie zeigt nun, wo die Vielverdiener in Bayern wohnen.

Pendeln innerhalb Bayerns kann sich richtig lohnen: Eine neue Gehaltsstudie des Portals gehalt.de zeigt, in welchen Städten die Vielverdiener wohnen. Wenig überraschend: In der Landeshauptstadt München verdienen die Arbeitnehmer am meisten. Im bundesweiten Vergleich der Landeshauptstädte ist München jedoch laut des Gehaltsatlas 2016 nur zweiter Sieger. Erstmals verdienen Arbeitnehmer im baden-württembergischen Stuttgart mehr als ihre Kollegen in der bayerischen Millionenstadt.

Die tz fasst die Studie aus rund 750 000 Gehältern zusammen:

Wer in Bayern am meisten Gehalt bekommt:

Bayernweit liegt München gehaltsmäßig an der Spitze – was natürlich nicht verwundert. Hier verdienen die Menschen genau 23,8 Prozent mehr als im Deutschlanddurchschnitt. Dicht gefolgt von der mittelfränkischen Stadt Erlangen (siehe Bayern-Karte). Mithalten kann im bayernweiten Vergleich da nur noch Ingolstadt mit 17,6 Prozent mehr Gehalt als im Bundesdurchschnitt. Deutlich abgeschlagen positionieren sich dahinter Regensburg sowie Nürnberg mit einem Gehaltsplus von mehr als sechs Prozent. Im Freistaat gibt es jedoch nicht nur Vielverdiener: In Schweinfurt (Unterfranken) beispielsweise verdienen die Arbeitnehmer laut der Studie des Portals gehalt.de 2,6 Prozent weniger als der Deutschlanddurchschnitt.

München im Bundesvergleich: Beim Gehaltsvergleich der Landeshauptstädte hat die Schwabenmetropole Stuttgart erstmals mit plus 25,2 Prozent die Nase vorn, dicht gefolgt von München mit plus 23,8 Prozent mehr Gehalt als im Durchschnitt. Düsseldorf (plus 15,9 Prozent) und Wiesbaden (plus 15,7 Prozent) liegen fast gleichauf. Auf dem fünften Platz kommt Mainz mit plus sechs Prozent.

Die Verlierer der Landeshauptstädte: Die hinteren Ränge des Gehaltsvergleichs belegen Schwerin mit minus 22,6 Prozent beim Durchschnittsgehalt, Magdeburg (minus 18,9 Prozent), Erfurt (minus 18,2 Prozent), Potsdam (minus 17,6 Prozent) und Dresden (minus 15,7 Prozent).

Bayern nur Dritter: Auch beim Länderranking liegt Bayern nicht an der Spitze. Hier landet Hessen mit einem Lohnniveau von plus 10,7 Prozent auf dem ersten Platz. „Hessen verfügt über wirtschaftlich sehr starke Regionen – insbesondere rund um Frankfurt“, informiert Philip Bierbach, Geschäftsführer von gehalt.de. Dahinter positioniert sich Baden-Württemberg (plus 9,4 Prozent). Erst an dritter Stelle folgt der Freistaat Bayern. Hier verdienen die Menschen 6,1 Prozent mehr als im Durchschnitt aller Bundesländer, dicht gefolgt von Hamburg (plus 5,2 Prozent) und Nordrhein-Westfalen minus 0,2 Prozent.

Die Verlierer im Gehaltsvergleich: Die Schlusslichter der Erhebung bilden die neuen Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern (minus 24,6 Prozent), Sachsen-Anhalt (minus 23,3 Prozent), Brandenburg (minus 22,4 Prozent), Sachsen (minus 21,6 Prozent) und Thüringen (minus 20,3 Prozent). Berlin sticht mit einem moderaten Minus von 5,8 Prozent hervor. Für Berufseinsteiger ist Baden-Württemberg das attraktivste Bundesland. Hier liegt das Lohnniveau bei plus 8,6 Prozent gegenüber dem Bundesdurchschnitt. Es folgen Hessen (plus 6,2 Prozent), Bayern (plus 5,8 Prozent), Rheinland-Pfalz (plus 0,7 Prozent) und Niedersachsen (plus 0,3 Prozent).

Wo Frauen am meisten verdienen: Hessen und der Stadtstaat Hamburg sind gehaltsmäßig für Frauen am attraktivsten. Hier verdienen sie zwölf bzw. neun Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt.

Wer in Bayern gut verdient

Die Tabelle zeigt die Städte, in denen mehr und weniger als im Deutschlandschnitt gezahlt wird.

Städte

Gehalt im Bundesvergleich

München

+23,8 Prozent

Erlangen

+23,3 Prozent

Ingolstadt

+17,6 Prozent

Regensburg

+6,8 Prozent

Nürnberg

+6,3 Prozent

Augsburg

+4,4 Prozent

Würzburg

-2,2 Prozent

Bamberg

-2,6 Prozent

Schweinfurt

-2,6 Prozent

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