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Storchrekord

Bis zu 80 Prozent der Jungstörche gestorben

Hilpoltstein - Durch den andauernden Regen starben viele Jungstörche. Trotzdem leben in Bayern so viele Weißstörche wie nie zuvor.

Mit Blick auf die Störche ziehen Vogelschützer heuer eine gemischte Bilanz: Einerseits haben mehr als 320 Storchenpaare in Bayern ein Nest besetzt, das sind rund 50 mehr als im Rekordjahr 2012. Andererseits machte das Hochwasser vielen Jungtieren zu schaffen: Drei Viertel aller neugeborenen Störche überlebte die starken Regenfälle im Mai und Juni nicht, wie der Landesbund für Vogelschutz (LBV) am Mittwoch in Hilpoltstein mitteilte.

Am schlimmsten betroffen waren Schwaben, Oberbayern, Niederbayern und die Oberpfalz. „Hier betrugen die Brutausfälle zum Teil 80 Prozent“, erläuterte LBV-Storchenexpertin Oda Wieding. In Mittelfranken und Oberfranken sehe es mit rund 50 Prozent Verlust geringfügig besser aus. Durch das Hochwasser fanden die Altstörche zu wenig Nahrung für ihren Nachwuchs, zudem waren die Temperaturen für die durchnässten Küken zu kalt.

Wieding sprach vom „schlechtesten Bruterfolg seit Beginn der regelmäßigen Erfassung“ vor rund zwanzig Jahren. Rein rechnerisch hätten im vergangenen Jahr pro Nest noch 2,23 Jungstörche in Bayern überlebt - in diesem Jahr nur 0,6. Zwei Jungtiere pro Paar seien nötig, um den Bestand zu erhalten. Derzeit brechen die letzten Störche in ihre Winterquartiere auf. Wieding hofft, dass viele Altstörche gesund zurückkommen und sich die Population wieder erhöht.

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