Keine Besucher zugelassen: In der Weihnachtspostfiliale wird es dieses Jahr ruhig.
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Keine Besucher zugelassen: In der Weihnachtspostfiliale wird es dieses Jahr ruhig.

Briefe werden trotzdem bearbeitet

Christkind kämpft mit Corona: Weihnachtspostfiliale ist für Besucher geschlossen

  • Thomas Eldersch
    vonThomas Eldersch
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Für viele Kinder in Bayern ist diese Nachricht wohl schlimmer als die Maskenpflicht an Schulen. Die Weihnachtspostfiliale in Himmelstadt lässt wegen Corona keine Besucher zu.

  • Im unterfränkischen Himmelstadt steht eine Weihnachtspostfiliale.
  • Jedes Jahr durften Besucher den Helfern dort bei der Arbeit zusehen.
  • Dieses Jahr macht die Corona*-Pandemie dem Ganzen aber einen Strich durch die Rechnung.

Himmelstadt ‒ In diesem Jahr ist nichts mehr so wie es mal war. Das merkt man spätestens dann, wenn es heißt, dass das Christkind ebenfalls mit Corona zu kämpfen hat. Besser gesagt seine Helfer. Die müssen heuer in der Weihnachtpostfiliale in Himmelstadt ohne Besucher auskommen. Fleißig gearbeitet wird aber trotzdem.

Weihnachtspostfiliale muss wegen Corona Besucher ausschließen

Im kleinen unterfränkischen Ort Himmelstadt (Landkreis Main-Spessart) liegt eine von sechs Weihnachtspostfilialen in Deutschland. Hierhin werden jedes Jahr unzählige Wunschzettel und Briefe an das Christkind oder den Nikolaus verschickt. Ehrenamtliche Helfer kümmern sich dann darum, dass die Kinder bis spätestens zum Weihnachtsfest eine Antwort erhalten, schreibt die Deutsche Presseagentur.

Im beschaulichen Himmelstadt steht ab dem 30. November ein Postkasten, in den die Weihnachtsbriefe eingeworfen werden können. Bis zum 18. Dezember ist er dort aufgestellt. Briefe und Karten, die dort abgegeben werden, erhalten sogar einen eigenen Weihnachtssonderstempel. Dazu konnten Besucher bisher jedes Jahr die Weihnachtspostfiliale besuchen. Corona* macht dem jetzt einen Strich durch die Rechnung.

Trotz Corona: Briefe an die Weihnachtspostfiliale werden weiter bearbeitet

Für Kinder war es immer ein Highlight, die teilweise als Engel verkleideten Helfer in der Weihnachtspostfiliale in Himmelstadt zu beobachten. Briefe aus der ganzen Welt trafen in dem unterfränkischen Ort ein. Im vergangenen Jahr warteten bis zu 200 Kinder am Eröffnungstag vor der Tür, um einmal die Helfer des Christkindes live zu sehen.

Doch aufgrund der hohen Corona-Zahlen in Bayern hat man sich jetzt dazu entschlossen, dieses Jahr keine Besucher hereinzulassen. Briefe und Wunschzettel können aber weiterhin an das Weihnachtspostamt in Himmelstadt verschickt werden, versicherte ein Sprecher der Deutschen Post. (tel) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Die Maskenpflicht an Grundschulen allerdings geht vielen Eltern zu weit. Und auch einige Landräte gingen bereits dagegen vor.

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