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Einsatzkräfte am Ort des Einsturzes.

Spurensuche im Haus

Familie wird bei Explosion in Wohnhaus verletzt - Polizei ermittelt gegen den Sohn

Bei einer Verpuffung in einem Wohnhaus in Unterfranken sind vier Menschen verletzt worden, ein Mann davon schwer. Nun wurde der 23-jährige Sohn festgenommen.

Update vom 25. Juni

Fast einen Monat nach dem Einsturz eines Einfamilienhauses in Unterfranken hat die Polizei Haftbefehl gegen einen der Bewohner erlassen. Gegen den 23 Jahre alten Sohn der vierköpfigen Familie werde wegen versuchten Totschlags, besonders schwerer Brandstiftung und Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion ermittelt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Würzburg am Montag mit.

Anfang Juni war in Himmelstadt (Landkreis Main-Spessart) nach einer Verpuffung ein mehrstöckiges Wohnhaus teilweise zusammengebrochen. Dabei wurden ein 53-Jähriger, seine Frau sowie die beiden erwachsenen Söhne des Paares verletzt. Der 23-Jährige sitzt den Angaben zufolge bereits in einer Justizvollzugsanstalt, nachdem er zuvor länger im Krankenhaus gelegen hatte.

Wegen der akuten Einsturzgefahr musste die Kripo zunächst die Spurensuche in dem Haus unterbrechen. Das unbewohnbare Gebäude wird nun seit Montag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Stück für Stück abgetragen, um weiter nach Beweisen suchen zu können. Die Ermittler hoffen auf wichtige Hinweise im Keller des Hauses, um den tatsächlichen Ablauf des Geschehens rekonstruieren zu können. Bis dahin wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst keine weiteren Details bekannt geben. Am Tatabend hatten Feuerwehrleute kurz nach dem Eintreffen Benzingeruch wahrgenommen.

Ursprungsmeldung vom 4. Juni

Himmelstadt - Bei einer Verpuffung in einem Wohnhaus in Unterfranken sind vier Menschen verletzt worden, ein Mann davon schwer. Das Gebäude in Himmelstadt (Landkreis Main-Spessart) sei am Montagabend eingestürzt, sagte ein Polizeisprecher. Die Opfer stammten alle aus einer Familie. Eine Frau und zwei jüngere Männer wurden leichter verletzt. Ein 53-Jähriger erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Auch die anderen drei wurden im Krankenhaus behandelt. Wie die vier Verletzten miteinander verwandt sind, war zunächst unklar.

Auch die Ursache für die Verpuffung war zunächst unbekannt. Feuerwehrleute hätten kurz nach Eintreffen an der Einsatzstelle Benzingeruch wahrgenommen, sagte der Sprecher. Die Ermittler waren mit einem speziell ausgebildeten Spürhund und einem Hubschrauber im Einsatz. Es sei aber derzeit nur teilweise möglich, das Gebäude zu betreten, da auch die noch übrigen Teile stark einsturzgefährdet seien, sagte der Polizeisprecher weiter.

Das zerstörte Haus nach der Verpuffung.

Auf Bildern vom Unglücksort war das Ausmaß gut zu sehen: Ein noch stehender Teil des Hauses war an einer Seite über mehrere Etagen komplett aufgerissen, davor häuften sich Schutt sowie Hab und Gut der Bewohner.

Auch die Nachbarn mussten ihre Häuser für mehrere Stunden verlassen, konnten am Abend aber wieder zurück. Die umliegenden Gebäude waren außerdem zwischenzeitlich vom Gas- und Stromnetz genommen worden. Am Dienstag sollten weitere Fachleute zur Unglücksstelle kommen, um die Ursache der Verpuffung zu finden.

Lesen Sie auch: Verpuffung bei Reinigungsarbeiten auf einem Balkon

dpa

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