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Hitlers Signatur auf dem versteigerten Aquarell "Weißenkirchen in der Wachau" aus dem Jahr 1911.

Hitler-Bilder für 42 000 Euro an Unbekannten versteigert

Nürnberg - Erneut sind bei einer Auktion in Nürnberg Aquarelle von Adolf Hitler versteigert worden. Die Mindestgebote lagen bei 3500, beziehungsweise 3000 Euro pro Bild.

Die signierten Bilder “Zerschossene Mühle“, “Weißenkirchen in der Wachau“ sowie “Haus mit Brücke am Fluss“ gingen für insgesamt 42 000 Euro an einen Telefonbieter aus dem Ausland, wie eine Mitarbeiterin des Auktionshauses Weidler am Samstagnachmittag sagte. Weitere Angaben zum Käufer machte sie nicht.

Proteste gegen den Verkauf habe es keine gegeben, sagte Kathrin Weidler. Kritik an ihrem Auktionshaus, das zuletzt im April zwei Aquarelle des Nazi-Diktators unter den Hammer brachte, wies Weidler zurück: “Diese Bilder haben nichts mit der Zeit zu tun, die danach kam“, sagte Weidler im Hinblick auf die auf 1910 und 1911 datierten Aquarelle. Sie räumte jedoch ein, dass das nicht für den Urheber der Bilder zutreffe, dem das eigentliche Interesse der Bieter gilt: “Künstlerisch sind die Bilder eher mäßig wertvoll“, sagte Weidler.  

So begann der Zweite Weltkrieg

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Das Bild „Weißenkirchen in der Wachau“ stammt nach Angaben des Auktionshauses aus dem Erbe einer jüdischen Familie, die damals in Wien Bilder junger Künstler gesammelt habe.

Hitler wollte ursprünglich Maler werden, scheiterte aber mit seiner Bewerbung für die Wiener Kunstakademie. Er malte zahlreiche Landschaftsbilder und Postkarten. 2006 wurden auf einem Dachboden in Belgien 21 Bilder gefunden, die er während des Ersten Weltkriegs in Flandern gemalt haben soll. Die Aquarelle wurden später in England für mehr als 170 000 Euro versteigert.

Der Versteigerungskatalog der jüngsten Auktion in Nürnberg enthielt neben Hitlers Erzeugnissen unter anderem zwei Gemälde der deutschen Expressionisten Otto Dix und Karl Schmidt-Rottluff. Deren Werke hatten die Nationalsozialisten als “entartete Kunst“ diffamiert.

dpa

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