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Willkommene Abkühlung: Nach der Schule geht's ab ins Freibad.

Regel für Arbeitsplatz und Schule

Hitzefrei: Wann in Bayern früher Schluss ist!

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München - Es wird heiß, richtig heiß: Am Freitag sollen die Temperaturen in Bayern wieder über 30 Grad steigen. Doch wann ist in der Schule oder Firma früher Schluss? Alle Infos zu Hitzefrei!

Wer will bei 30 Grad und mehr schon die Schulbank drücken und Mengenlehre, Elemente und Grammatik büffeln. Klar, kein Schüler. Doch wann gibt es eigentlich Hitzefrei an Bayerns Schulen? Hartnäckig hält sich ja das Gerücht, dass der Schulleiter Hitzefrei geben muss, sobald die Temperatur über 30 Grad klettert. Da heute ja der Hochsommer zurück nach Bayern kommt und mit Temperaturen um 30 grad aufhorchen lässt, haben wir in unserem Überblick zusammengefasst, was sie über Hitzefrei an Schulen und am Arbeitsplatz in Bayern wissen sollten.

Hitzefrei an Schulen: Der Direktor hat das Sagen

Bitter, aber wahr: Eine Regel, ab wann oder ab welcher Temperatur in der Schule früher Schluss ist, gibt es nicht. Die gute Nachricht: Hitzefrei gibt's trotzdem an Bayern Schulen. Wichtig ist laut dem bayerischen Kultusministerium nämlich nur, was die Schulleitung sagt. Ist es also selbst dem Direktor zu warm, kann er den Unterricht frühzeitig beenden und Hitzefrei ausrufen. Ganz so einfach geht's dann aber auch nicht.

Die Schulleitung muss zunächst die Verhältnisse (also Temperatur, Luftfeuchtigkeit und mehr) im Schulgebäude prüfen. Danach sollte der Direktor abklären, ob Hitzefrei aus logistischer Sicht überhaupt Sinn macht. Stehen einer Schule in Bayern beispielsweise nicht genug Schulbusse zur Verfügung, dürfen die Schüler nicht früher ins Freibad, in die Eisdiele oder an den Badeweiher. Kein Hitzefrei gibt's zudem, wenn die Schulleitung den Unterricht in kühlere Räume verlagern kann. Der Vorteil dieser Regelung: Jede Schule in Bayern kann konkret auf die Situation vor Ort reagieren.

Hitzefrei am Arbeitsplatz: Ab 26 Grad wird's kritisch

Etwas anders sieht es im Fall von Hitzefrei am Arbeitsplatz aus. In diesem Fall schreitet sogar der Gesetzgeber ein. "Die Lufttemperatur in Arbeitsräumen [...] soll 26 Grad nicht überschreiten", heißt es in der sogenannten Arbeitsstättenrichtlinie (ASR) - also einem Pamphlet mit sämtlichen Regeln am Arbeitsplatz. Steigt das Quecksilber im Büro (übrigens nicht nur in Bayern sondern deutschlandweit) aber doch über 26 Grad, gilt eine 3-Stufen Regelung.

Stufe 1 - 26 bis 30 Grad: Das ASR empfiehlt dem Arbeitgeber Maßnahmen, um das Arbeiten bei Temperaturen von bis zu 30 Grad zu erleichtern und möglichst angenehm zu gestalten. Möglich ist die Lockerung der Kleidungs-Vorschriften oder kostenloses Trinkwasser für alle Arbeitnehmer.

Stufe 2 -30 bis 35 Grad: Aus der Empfehlung wird ab Stufe 2 eine Pflicht. Kein Arbeitnehmer muss zwischen 30 und 35 Grad mehr mit langer Hose und Hemd antanzen oder sich selbst um Trinkwasser kümmern.

Stufe 3 - 35 Grad und mehr: Kurz und knapp: Büros und Räume, in denen die Temperaturen über 35 Grad steigen, sind als Arbeitsplätze absolut ungeeignet. Ein Gespräch mit dem Arbeitgeber ist Pflicht!

Aber gibt's deswegen irgendwann Hitzefrei für die Mitarbeiter? Nein, sagt das deutsche Arbeitsschutzrecht. Eine Ausnahme gibt es allerdings: Schwangere, stillende Mütter und Mitarbeiter dürfen im Fall der Fälle früher nach Hause. Dazu brauchen sie ein ärztliches Attest, um gesundheitliche Probleme nachzuweisen. Damit können sie den Chef auffordern, das Büro auf Normaltemperatur abzukühlen. Kann der Chef dies nicht gewährleisten, haben sie ein Recht auf Hitzefrei an besonders heißen Tagen.

Ganz so dramatisch wird es am Freitag aber garantiert nirgendwo. Für Hitzefrei könnte es trotzdem reichen. Der einfachste und schnellste Weg, um herauszufinden, welche Schulen in Bayern betroffen sind: der persönliche Kontakt. Ein Anruf im Sekretariat genügt. Selbst wenn es nichts mit Hitzefrei wird: Der Sprung ins kalte Nass oder eine Kugel Eis in der Stadt tut auch eine Stunde später noch gut.

am

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