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Ab ins Wasser: Einige Schüler in Bayern dürfen am heißesten Tag im Jahr auf "hitzefrei" hoffen.

Alle schwitzen im Freistaat 

Hitzefrei in Schule und Büro: So ist die Regelung in Bayern

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Ob Bayerns Schüler und Arbeitnehmer bei den hohen Temperaturen auf "Hitzefrei" spekulieren dürfen? Das ist die Regelung für Schulen und Büros im Freistaat.

München - Wir wollen ja nicht stöhnen und uns beschweren. Aber bei den aktuellen Temperaturen fällt es schwer, einen kühlen Kopf zu bewahren. So dürfte es auch Bayerns Schülern gehen."Hitzefrei" heißt dass erlösende Wort, das vielen Schülern deshalb jetzt im Kopf rumschwirrt. Doch der entsprechende Passus wurde im Jahr 2009 aus der Volksschul-Ordnung gestrichen. Müssen die Schüler nun trotz der Hitzewelle über ihren Mathe- und Physikbüchern sitzen und büffeln?

Das sagt das Kultusministerium zum Thema "Hitzefrei":

Eine gesetzliche oder sonstige rechtsverbindliche Regelung, wonach Schülerinnen und Schüler ab einer bestimmten Temperatur "hitzezfrei" bekommen, gibt es nicht, erklärt das Bayerische Kultusministerium in seinem Internetauftritt. Das bedeutet aber nicht, dass grundsätzlich keine "hitzefrei" möglich wäre, heißt es dort weiter. Die alleinige Entscheidung darüber treffen die jeweiligen Schulleitungen. An Tagen mit besonders heißen Temperaturen können die Schulen den Unterricht also nach wie vor ausnahmsweise vorzeitig beenden.

Allerdings ist dabei "die konkrete Situation an der Schule" zu berücksichtigen und eine Abwägung der Gesamtumstände vorzunehmen. So muss beispielsweise bei früherem Unterrichtsende die sichere Beförderung der Schüler gewährleistet werden. Die Verantwortung dafür trägt dann ebenfalls die Schulleitung.

„Damit wollen wir die Freiheiten der Schule hochhalten“, heißt es von Seiten des Kultusministeriums. Schließlich könnte bei Schulen mit dicken Mauern bei 30 Grad aktives Lernen noch möglich sein, in anderen Bauten mit viel Glas sei hingegen bei 27 Grad schon kein Denken mehr möglich. Also: „Wenn der Unterrichtserfolg wegen drückender Hitze in Frage gestellt wird, sollte es Hitzefrei geben.“ Allerdings sollten sich benachbarte Schulen mit vielen Fahrschülern untereinander absprechen, da es „keinen Sinn macht, wenn die Schüler frei haben, aber in der Schule bleiben müssen, weil der Bus erst später fährt

Ob und in welcher Form die Schüler im Freistaat auf "hitzefrei" hoffen dürfen, muss also bei der jeweiligen Schule erfragt werden. Mit ein bisschen Glück, ertönt aber bei Hitze die ersehnte Durchsage und es geht schon ein paar Stunden früher ab ins Freibad.

Wann der Arbeitgeber hitzefrei geben muss

Nicht nur Schülern in Bayern machen die hohen Temperaturen zu schaffen. Die Hitze lässt auch die Arbeitnehmer - sowohl drinnen als auch draußen - leiden. Steigt die Temperatur in nicht klimatisierten Büroräumen über 26 Grad Celsius, können Arbeitnehmer aber darauf pochen, dass der Arbeitgeber aktiv wird. Diesen Grenzwert sieht die Arbeitsstättenverordnung vor. Einen Anspruch auf klimatisierte Räume oder hitzefrei haben Beschäftigte aber nicht. Hilfreich ist oft, die Arbeitszeit anzupassen: Das kann ein früherer Beginn sein oder der Verzicht auf Überstunden. Auch kurze, zusätzliche Pausen von etwa zehn Minuten tun gut.

Ab 35 Grad sind Räume für körperliche Arbeit ungeeignet. Es können Erschöpfung mit Schwindel, Übelkeit und Fieber bis hin zur Bewusstlosigkeit auftreten. Laufen Klimaanlagen, dürfen sie nicht zu kalt eingestellt sein, sonst können Arbeitnehmer einen Hitzeschock bekommen, wenn sie das Gebäude verlassen. Selbst bei hohen Temperaturen dürfen Büroräume nicht stärker als bis auf 22 oder 21 Grad Celsius heruntergekühlt werden.

Kein Hitzefrei im Büro: Was können die Chefs tun?

Eine Runde Eis für alle hat noch keinem Betriebsklima geschadet! Oder kostenlose Getränke. Nette Chefs lockern an Tagen wie diesen nicht nur selber die Krawatte, sie erlauben es auch den Angestellten. Oder sie ermöglichen flexible Arbeitszeiten: Denn wer morgens früher anfängt, arbeitet länger frisch!

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vh

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