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Urlaub wie in Rimini: Am Tegernsee sonnen sich die Badegäste auf extra aufgeschüttetem weißem Sand.

Hitzewochenende in Bayern: Um 16 Uhr ist es am heißesten

München – Brütende Hitze in Bayern: Mit Temperaturen bis zu 37 Grad war der Samstag – wie angekündigt – der bislang heißeste Tag des Jahres. Wer konnte, verschaffte sich Abkühlung am Wasser: die Liegewiesen der Freibäder und die Ufer an Bayerns Seen waren proppevoll.

Andere versuchten der Sonne im Schatten der Biergärten zu entkommen und trotzten der Hitze mit einer kühlen Mass. „Besonders gut läuft das Geschäft ab 17 Uhr“, sagt Siegmund Mair, Betriebsleiter des Münchner Biergartens „Am Flaucher“. Angeblich sind die Temperaturen dann etwas kühler.

Die Wetterdaten zeigen jedoch etwas anderes: Zur sprichwörtlichen „Mittagshitze“ zwischen 12 und 14 Uhr hat das Quecksilber seinen höchsten Punkt noch gar nicht erreicht. Stattdessen steigen die Temperaturen bis 16 Uhr kontinuierlich an. Die Spitzenwerte werden dann zwischen 16 und 17 Uhr gemessen, wie auch unser Beispiel aus dem oberbayerischen Mühldorf zeigt. Allmähliche Abkühlung gibt es dann erst ab 19 Uhr.

Nachts sinken die Temperaturen zwar weiter, allerdings bleibt es, vor allem in den Städen, ungewöhnlich warm. In München lag die Tiefsttemperatur in der Nacht auf Sonntag bei 18,1 Grad, in Unterfranken örtlich sogar bei über 20 Grad. Der Effekt: Nach den warmen Nächten steigt das Thermometer auch am Morgen wieder schneller an. Am Samstag wurden in Mühldorf um 9 Uhr 20,8 Grad gemessen, am Sonntag waren es zur gleichen Zeit schon 21,7 Grad.

S. Heyland

Warum wir über das Wetter jammern

Im Winter ist es uns zu kalt, im Sommer zu heiß. Birgit Mauler, leitende Psychologin an der privaten Christoph-Dornier-Klinik für Psychotherapie in Münster, weiß, warum wir gerne übers Wetter jammern.

-Warum sind wir nie mit dem Wetter zufrieden?

 Es gibt natürlich Menschen, die jetzt allen Grund zum Meckern haben. Leute, die draußen arbeiten oder alte Menschen. Über das Wetter zu jammern ist aber auch eine Art Kommunikationsmittel. Das Thema bietet sich an, weil es jeden betrifft. Es ist ein einfacher Gesprächseinstieg, zum Beispiel mit Arbeitskollegen. Dann sagt man zwar „Mein Gott, ist das wieder warm heute.“ Aber wirklich dramatisch finden es die Leute dann gar nicht.

-Jammern ist nützlich?

Es gibt ja Leute, die sich ständig über etwas aufregen, die immer die Kehrseite der Medaille sehen. Das ist keine psychische Störung, das ist ein Wesenszug. Das könnte an Erfahrungen liegen, weil die Eltern es zum Beispiel auch immer gemacht haben. Der durchschnittliche Mensch mittleren Alters, der im Büro arbeitet und ständig übers Wetter jammert, ist wahrscheinlich jemand, der auch über vieles andere meckert.

-Was raten Sie diesen Menschen?

Sie sollten lieber die Vorteile des Sommers ausnutzen. Menschen, die weniger jammern, sind zufriedener.

dpa

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