So hoch ist das Armutsrisiko in Bayern

München - Gute Nachrichten für Bayern: Das Risiko für Menschen, arm zu werden, ist im bundesweiten Vergleich im Freistaat sehr gering.

Im Freistaat galten im vergangenen Jahr 11,2 Prozent der Menschen als armutsgefährdet. Damit liegt Bayern an zweiter Stelle der Bundesländer - knapp hinter Baden-Württemberg mit 11,1 Prozent. Bundesweit liegt die Quote der Menschen, die von Armut bedroht sind, bei 15,2 Prozent.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik in München am Donnerstag mitteilte, sind besonders Arbeitslose in Gefahr, arm zu werden. Ihr Armutsrisiko liegt bei 44,6 Prozent. Auch bei Alleinerziehenden und deren Kindern (34 Prozent) ist die Gefahr relativ hoch.

Relative Armut beginnt in Deutschland bei einem Monatseinkommen von 869 Euro netto für einen Single und bei 1826 Euro für eine Familie mit zwei Kindern unter 14 Jahren. Die Statistiker sprechen von Armutsgefährdung, Armutsrisiko oder relativer Armut, messen absolute Armut aber nicht. Grundlage der Berechnungen ist die Definition der Europäischen Union, nach der Menschen als armutsgefährdet gelten, die im Jahr der Erhebung weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung zur Verfügung haben.

dpa

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