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Weniger organisatorische Hürden: Künftig soll es für Hochschul-Absolventen unkomplizierter sein, einen Doktortitel zu erlangen. Die Verbundpromotion soll das möglich machen.

Engere Kooperation zwischen Unis und Hochschulen

FH-Absolventen können leichter Doktortitel erlangen

München - Absolventen von Fachhochschulen (FH) können in Bayern künftig leichter einen Doktortitel erlangen. Eine engere Kooperation zwischen Universitäten und Hochschulen soll das ermöglichen.

In Zukunft dürfen Professoren von Universitäten und von Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Doktoranden gemeinsam betreuen. Die sogenannte Verbundpromotion ist Teil einer neuen, engeren Form der Zusammenarbeit von Universitäten und Fachhochschulen, die am Montag in München begründet wurde. Im Beisein von Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU) unterzeichneten die Hochschulleitungen eine entsprechende Vereinbarung. Unter dem Dach des neuen „Bayerischen Wissenschaftsforums“ sollen Unis und Fachhochschulen enger als bisher zusammenarbeiten, etwa bei der Förderung von Nachwuchsforschern.

Mit der „Verbundpromotion“ wird der seit Jahrzehnten schwelende Streit zwischen Universitäten und Fachhochschulen um das Promotionsrecht beigelegt. Die Universität behält formell das alleinige Vergaberecht für den Doktortitel, doch sollen auf den Urkunden die Namen aller beteiligten Hochschulen stehen.

„Die Verbundpromotion garantiert eine Zusammenarbeit mit Signalwirkung über Bayern hinaus“, betonte Spaenle. Man eröffne Absolventen der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften „einen gesicherten Zugang zur Promotion - ohne organisatorische Hürden“.

dpa

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