Unwetter in Bayern
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Die Unwetter haben in Berchtesgaden schwere Schäden hinterlassen.

„Nacht verlief ruhig“

Nach Hochwasser: Hoffnungs-Botschaft aus Berchtesgadener Land - doch weiter Beeinträchtigungen

  • Katarina Amtmann
    VonKatarina Amtmann
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Nach Unwettern mit heftigen Regenfällen kam es in Bayern zu Hochwasser, besonders Berchtesgaden wurde getroffen. Nun gibt es vorsichtige Entwarnung.

  • Der Kreis Berchtesgadener Land* wurde von schweren Unwettern* getroffen (siehe Erstmeldung).
  • Die Pegel im betroffenen Gebiet sinken nun, der Katastrophenfall wird aufgehoben.
  • Dieser Ticker wird regelmäßig aktualisiert.

Unwetter in Bayern: Hoffnungs-Botschaft aus Berchtesgadener Land - doch weiter Beeinträchtigungen

Update vom 19. Juli, 18.07 Uhr: Die Lage im Berchtesgadener Land entspannt sich weiter. Wie das Landratsamt mitteilt, sinken die Pegel in der vom Hochwasser stark betroffenen Region weiter ab. Die entspannte Wetterlage in den kommenden Tage werde die Lage weiter beruhigen, sodass der Katastrophenfall mit Ende des heutigen Montags, 19. Juli 2021, um 24:00 Uhr aufgehoben werden kann. Außerdem sind alle Schulen und Kindertageseinrichtungen im Landkreis ab Dienstag, 20. Juli 2021, wieder regulär geöffnet.

Im Bahnverkehr gibt es dennoch weiter Beeinträchtigungen. Die Bahnstrecke Bad Reichenhall Hbf – Berchtesgaden Hbf bleibt weiterhin gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr ist ab Dienstag, 20. Juli 2021, auf der kompletten Streckenlänge zwischen Hauptbahnhof Bad Reichenhall und Bahnhof Berchtesgaden eingerichtet. Außerdem ist die B 305 zwischen Tennisplatz und Laroswacht nur einspurig befahrbar.

Update vom 19. Juli, 12.35 Uhr: Nach der Hochwasser-Katastrophe am Wochenende im Südosten Bayerns atmen die Menschen jetzt wieder auf. „Wir sind mit Aufräumarbeiten beschäftigt“, sagte am Montag ein Sprecher der Feuerwehr Berchtesgaden. Die Bundeswehr half ebenfalls mit rund 100 Kräften, Häuser und Straßen von Schlamm, Erde und Geröll zu befreien.

Die Wetteraussichten geben derweil Anlass zur Hoffnung. Bis auf einzelne kurze Schauer soll es in den kommenden Tagen trocken bleiben. Unwetter seien derzeit nicht in Sicht, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Stattdessen schien die Sonne.

Unwetter in Bayern führen zu Hochwasser: Katastrophenfall in Berchtesgaden gilt weiter

Doch noch gibt es für viele Menschen etwa in Berchtesgaden, Schönau am Königssee, Ramsau, Bischofswiesen und Markt Schellenberg keine Normalität. Der Katastrophenfall gelte weiter, teilte das Landratsamt Berchtesgadener Land mit. Das Hauptaugenmerk liege auf den Aufräumarbeiten und auf den geologischen Untersuchungen. Damit sollen Hänge überprüft werden, ob sie möglicherweise abrutschen könnten.

Flüsse wie die Ache hatten sich in reißende Ströme verwandelt. Auch von den Bergen schoss das Wasser ins Tal. Häuser liefen voller Wasser und Schlamm, manche drohten einzustürzen. Hänge rutschten ab, Teile von Straßen brachen weg, Bahngleise wurden verschüttet oder überflutet. Mehr als 160 Menschen mussten aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht werden. Manche der Gebäude seien noch nicht wieder freigegeben, meldete das Landratsamt. Einige Schulen und Kitas waren am Montag noch zu, sollen aber am Dienstag wieder öffnen.

Nach Hochwasser in Berchtesgaden: Jetzt kommt die Hoffnungsnachricht

Erstmeldung vom 19. Juli, 9.26 Uhr: Berchtesgaden - Die Menschen im besonders schwer von Unwettern getroffenen Berchtesgaden können etwas aufatmen. „Die Nacht verlief ruhig“, hieß es bei der Feuerwehr. Nun seien die Helfer mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Anlass zur Hoffnung geben auch die Wetteraussichten. Bis auf einzelne kurze Schauer soll es in den kommenden Tagen trocken bleiben. Unwetter seien derzeit nicht in Sicht, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Unwetter in Berchtesgaden: Hochwasser in Bayern

Am Wochenende war die Lage noch dramatisch gewesen: Die Wucht des Wassers hatte mit voller Kraft zugeschlagen, nachdem der Fluss Ache nach heftigem Regen* über die Ufer getreten war. Mehr als 160 Menschen mussten in der Urlaubsregion rund um den Königssee aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht werden. Ein Geologe prüfte zudem die Hänge, ob es dort zu Abrutschen kommen könne.

Hochwasser in Berchtesgaden nach Unwetter: Söder machte sich vor Ort Bild der Lage

Am Sonntag hatte Ministerpräsident Markus Söder* die Hochwasserregion, für die noch am Samstagabend der Katastrophenfall ausgerufen wurde, besucht. Er versprach: „Wir lassen niemanden allein.“

Verheerende Hochwasserschäden im Berchtesgadener Land: Söder und Scholz kündigen Soforthilfe für Flutopfer an

Auch in Passau hat sich die Lage etwas entspannt: Der Pegel der Donau lag am Montagmorgen bei 8,18 Metern und damit und damit unterhalb der höchsten Hochwasserwarnstufe von 8,50 Metern. Völlige Entwarnung gibt es jedoch noch nicht. (kam/dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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