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Hochwasser in Bayern: Pegel am Inn erreichen Scheitelpunkt - Teils schwere Schäden im Oberland

  • Florian Naumann
    VonFlorian Naumann
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    Katarina Amtmann
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Der Kreis Berchtesgadener Land wurde nach heftigem Regen überflutet. Nun gibt es Hochwasserwarnungen auch für andere Teile Bayerns, unter anderem für München.

  • Südbayern ist am Wochenende massiv von Hochwasser bedroht - das Berchtesgadener Land wurde zum Katastrophengebiet.
  • Der Deutsche Wetterdienst warnte am Sonntag gar vor „extremen Sturzfluten“ (Update von 16.55 Uhr). In München mussten Menschen von einer Isarinsel gerettet werden (Update von 17.42 Uhr).
  • In den meisten Regionen Bayerns scheint am Montagmorgen das schlimmste vorbei zu sein. Die Schäden lassen sich allerdings noch nicht beziffern (Update, Montag, 06.33 Uhr).

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Update vom 19. Juli, 08.55 Uhr: Der Pegel der Donau in Passau liegt inzwischen bei 831 cm, und damit 19 cm unter der höchsten Meldestufe 4. Von einem Überschreiten derselben ist nach aktuellen Prognosen nicht mehr auszugehen. Der Inn hat seinen Scheitelpunkt bereits hinter sich und nimmt langsam wieder ab.

Update vom 19. Juli, 06.33 Uhr: Am Montagmorgen zeichnet sich eine leichte Entspannung der Hochwasserlage ab. Nach Rekord-Pegeln im Landkreis Garmisch-Partenkirchen und im Berchtesgadener Land sowie Überflutungen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen kehren die Flüsse an den Alpen wieder in ihre gewohnten Läufe zurück. In beiden Landkreisen im Oberland hat es schwere Schäden gegeben. Der Landkreis Miesbach ist da verhältnismäßig glimpflich davongekommen. In Passau steuern Inn und Donau aktuell auf ihren Scheitelpunkt zu, allerdings ohne die höchste Meldestufe zu überschreiten. Parallel kommt die Sonne raus in Bayern. Neuer Regen ist erstmal nicht zu erwarten. In München dagegen könnte der Isar-Pegel im Tagesverlauf noch weiter steigen, wie tz.de* berichtet.*

Update vom 18. Juli, 21.55 Uhr: Auch für das Katastrophengebiet Berchtesgadener Land hat der Deutsche Wetterdienst nun die amtliche Unwetterwarnung vor starkem Regen aufgehoben. Entspannt ist die Lage allerdings noch immer nicht: Die Experten sprechen weiterhin von Dauerregen in den Ostalpen - „teils ergiebig“.

Eine turbulente Nacht könnte indes Passau drohen. Die Dreiflüssestadt rüstet sich für ein massives Hochwasser. Auch für die Menschen flussaufwärts des Inn ist die Bedrohung noch nicht ausgestanden. Der Hochwassernachrichtendienst Bayern rechnete am Nachmittag mit weiter steigenden Pegeln. In Kraiburg und Wasserburg könnte aktuellen Angaben zufolge die Meldestufe 3 erreicht werden; es besteht Hochwassergefahr für bebautes Gebiet. Zuletzt gab es allerdings auch positive Signale: Der Wasserstand in Wasserburg schien sich kurz vor der Meldestufe 3 zu entspannen.

Hochwasser in Bayern: Höchste Meldestufe an der Donau droht - Warnungen auch für Inn und Isar

Update vom 18. Juli, 20.28 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat positive Nachrichten für den hochwasserbedrohten Alpenrand parat - zumindest für einige Regionen. Die Meteorologen haben am Sonntagabend die amtlichen Unwetterwarnungen für die südlichen Landkreise Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Rosenheim und großteils auch für den Kreis Traunstein vorzeitig beendet. Für diese Bereiche hatten sie eigentlich bis 0.00 Uhr vor Dauerregen gewarnt.

Weiter in Kraft ist allerdings die Warnung für den Landkreis Berchtesgadener Land. Hier werden laut DWD „nochmals Niederschlagsmengen zwischen 30 l/m² und 70 l/m² erwartet“. In Staulagen seien auch Mengen bis 120 l/m² möglich. Die Region Berchtesgaden wurde vom Hochwasser besonders heftig getroffen. Die ehrenamtlichen Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes betreuen dort nach eigenen Angaben bereits „einige hundert“ aus ihren Behausungen evakuierte Menschen*.

Trotz des abklingenden Dauerregens: Keine Entwarnung gibt es vorerst für die Menschen an Inn, Isar und Donau. Für die Kreise Rosenheim, Mühldorf und Altötting hat der Hochwassernachrichtendienst Bayern Warnungen herausgegeben. „Die Inn-Pegel Rosenheim und Wasserburg haben die Meldestufe 2 überschritten“, heißt es dort. In Wasserburg könne auch Meldestufe 3 erreicht werden - hier könnten also auch bebaute Gebiete in Gefahr sein. In Passau ist den Angaben zufolge an der Donau Meldestufe 4 im Bereich des Möglichen. Am Montag werde sich die Lage aber wohl entspannen. Es droht demnach die Überflutung größerer bebauter Gebiete oder ein Einsatz der Wasser- oder Dammwehr in größerem Umfang.

In der Landeshauptstadt München könnte laut Wasserwirtschaftsamt am Montagmorgen die Meldestufe 2 kurzzeitig erreicht werden. Die Experten versuchen gegenzusteuern: „Wegen der stark ansteigenden Zuflussmengen zum Sylvensteinspeicher muss die Speicherabgabe in den nächsten Stunden deutlich erhöht werden von momentan 50 m³/s auf voraussichtlich 200 m³/s“, hieß es.

Unwetter in Bayern: Menschen auf Münchner Isar-Insel eingeschlossen

Update vom 18. Juli, 17.42 Uhr: Nach dem starken Regen im Alpenraum* besteht nun auch in München und Umgebung Hochwassergefahr für die Isar. Am Sonntag saßen einige Menschen auf einer Kiesinsel am Flauchersteg auf dem Fluss fest, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Eingeschlossenen würden mit einem Boot in Sicherheit gebracht, ein Hubschrauber sichere das Gebiet. Niemand sei in Gefahr oder verletzt.

Der Hochwassernachrichtendienst Bayern erwartete am Pegel München/Isar, dass der Fluss am Montagfrüh kurzzeitig die Meldestufe Zwei überschreiten werde. Am Pegel Freising sei das Überschreiten der Meldestufe Eins am frühen Morgen nicht auszuschließen.

Meldestufe Zwei bedeutet eine Warnung vor Überschwemmungen und „Ausuferungen“. Bei Meldestufe Drei wird vor Überschwemmungen in bebauten Gebieten gewarnt.

Unwetter: Berchtesgadener Land unter Wasser, „extreme Sturzfluten“ in Süd- und Ostbayern möglich

Update vom 18. Juli, 16.55 Uhr: Die Hochwasserlage im Süden und Osten Bayerns bleibt bis in den Montag hinein angespannt. Zwar sollen sich die Niederschläge vielerorts bis in die frühen Abendstunden abschwächen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonntagnachmittag mitteilte. In den betroffenen Regionen sei aber lokal noch mit weiterem Starkregen zu rechnen. Extreme Sturzfluten seien nicht ausgeschlossen.

Besonders im niederbayerischen Passau sollten die Wasserstände dem DWD zufolge weiter steigen. Die maximalen Werte würden für die Nacht erwartet. Es könne knapp die höchste Meldestufe vier erreicht werden, derzeit bestehe Stufe drei. Diesen Wert erreichten auch Flüsse in anderen Regionen wie in Oberbayern die Salzach im Raum Burghausen (Landkreis Altötting) und die Loisach bei Eschenlohe im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.

Der oberbayerische Landkreis Berchtesgadener Land hatte in der Nacht den Katastrophenfall ausgerufen. Sintflutartige Regenfälle hatten auch weite Teile Österreichs* erfasst.

Unwetter in Bayern: Berchtesgadener Land überflutet - Jetzt auch Hochwasserwarnung für München

München - Unwetter* mit heftigen Regenfällen sorgten im Südosten Bayerns für schlimme Überflutungen. Besonders betroffen war der Kreis Berchtesgadener Land. Dort kamen zwei Menschen ums Leben, über 100 mussten ihre Häuser verlassen. Ministerpräsident Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann wollen sich bald vor Ort ein Bild der Lage machen.

Keine Entwarnung für Berchtesgaden nach Hochwasser: Weiterer Regen angekündigt

Noch gibt es für die Region keine Entwarnung: Auch am Sonntag sind weitere Regenfälle angekündigt In den östlichen Alpen wird am Sonntag durchgehend Regen* erwartet, heißt es. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor ergiebigem Dauerregen mit vereinzelt 120 Liter pro Quadratmeter in Staulagen. Bis auf das Allgäu sollen im gesamten Alpenraum fast ohne Unterbrechung im Tagesverlauf 25 bis 70 Liter pro Quadratmeter niedergehen. Erst im Laufe der Nacht klingt der Regen nach Prognosen des DWD ab. 

Nach Regenfällen: Hochwasserwarnung für Garmisch-Partenkirchen und Passau

Derweil hat der Hochwassernachrichtendienst eine „Hochwasserwarnung vor Überschwemmungsgefahr für bebaute Gebiete“ veröffentlicht. Diese betrifft den Landkreis Garmisch-Partenkirchen* und Stadt und Kreis Passau.* Die Gebiete sind auf der Warnkarte rot gekennzeichnet.

Hochwasserwarnung auch für München: Pegel steigen

Für orange markierte Regionen gilt eine „Hochwasserwarnung vor Ausuferungen und Überschwemmungen“ - davon betroffen ist auch die Landeshauptstadt München. Die Warnung gilt bis Montag (18. Juli) zehn Uhr. Dazu heißt es: „Die gefallenen Niederschläge von heute Nacht haben den Alpenraum und damit die Oberläufe vom Isar-und Loisachgebiet deutlich getroffen. Wegen der stark ansteigenden Zuflussmengen zum Sylvensteinspeicher muss die Speicherabgabe in den nächsten Stunden deutlich erhöht werden von momentan 50 m³/s auf voraussichtlich 200 m³/s. Dadurch wird am Pegel München / Isar am frühen Nachmittag die Meldestufe 1 überschritten und morgen Früh kann auch kurzzeitig die Meldestufe 2 überschritten werden. Auch am Pegel Freising / Isar ist das Überschreiten der Meldestufe 1 am frühen Morgen nicht auszuschließen.“ (kam) *Merkur.de/bayern und tz.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Manuel Schwarz/dpa

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