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Deggendorf wurde bei der Hochwasser-Katastrophe überflutet.

Deutscher Engagementpreis

Hochwasser-Helfer aus Deggendorf ausgezeichnet

Berlin/Deggendorf - Sie organisierte bei der Hochwasser-Katastrophe in Deggendorf Helfer und vermittelte Unterkünfte: Die Initiative "Deggendorf räumt auf" ist in Berlin ausgezeichnet worden.

Für ihren Einsatz nach der Hochwasserkatastrophe im Juni in Bayern ist eine Initiative aus Deggendorf mit dem Deutschen Engagementpreis ausgezeichnet worden. Die Initiative „Deggendorf räumt auf“ erhalte den Sonderpreis für bürgerschaftliches Engagement, teilten die Veranstalter zur Verleihung am Donnerstag in Berlin mit. Als Organisator habe die Hochschule Deggendorf 4500 ehrenamtliche Helfer aktiviert, Unterkünfte vermittelt und unzählige Geräte sowie Elektroautos zur Verfügung gestellt. Der Sonderpreis ist mit 5000 Euro dotiert.

„Menschen, die im Engagement Sinn suchen und durch Engagement Sinn stiften, knüpfen zwischenmenschliche Verbindungen und halten damit unsere Gesellschaft zusammen“, sagte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) bei der Preisverleihung. Der Deutsche Engagementpreis sei ein gutes Beispiel, um Respekt vor dem freiwilligen Einsatz auszudrücken. Seit 2009 wird die Auszeichnung vom Bündnis für Gemeinnützigkeit verliehen. Förderer sind das Bundesministerium für Familie sowie der Generali Zukunftsfonds.

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Bei dem Hochwasser waren in Deggendorf rund 20 Prozent der Fläche überschwemmt worden. Tausende Menschen mussten ihr Zuhause verlassen. Innerhalb kürzester Zeit hatten Studenten die offizielle Helferkoordinierungsstelle der Stadt eingerichtet und drei Wochen aufrechterhalten. Mit Hilfe von Hotlines sowie der Facebook-Seite „Deggendorf räumt auf“ wurden die Helfer eingeteilt.

Nur wenige Meter von den öligen Wassermassen im überfluteten Stadtteil Fischerdorf entfernt, hatten sie ein Zelt als provisorische Einsatzzentrale eingerichtet. Dort wurden die vielen freiwilligen Helfer mit Handschuhen, Schaufeln und Besen ausgestattet und dorthin geschickt, wo Hilfe am nötigsten war.

Es sei damals darum gegangen, einfach zu helfen, sagte der stellvertretende Teamleiter Dominik Fischer. „Spätestens wenn man direkt vor Ort an der Wasserlinie stand und die beklemmende Atmosphäre am eigenen Leib fühlte, waren dieses Bedürfnis und der Drang danach außergewöhnlich stark ausgeprägt.“ Die Studenten hätten aus reiner Überzeugung gehandelt und seien „einfach nur glücklich, dass wir so vielen Menschen helfen konnten“.

dpa

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