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Tor unter Wasser: Hochwasser am Main

Hochwasserpegel in Bayern steigen

München - Die Pegelstände in Bayern werden nach anhaltenden Regenfällen in den kommenden Tagen voraussichtlich deutlich ansteigen.

Betroffen seien insbesondere das obere Maingebiet, der Regen, die Naab und die Altmühl, teilte der Hochwassernachrichtendienst des Landesamtes für Umwelt am Donnerstag mit. Im Maingebiet und an der Fränkischen Saale soll es zu kleineren Überflutungen und Überschwemmungen landwirtschaftlicher Gebiete kommen. Wegen schauerartiger und zum Teil länger anhaltender Regenfälle herrscht in den nächsten Tagen an den Mainzuflüssen und bei den nördlichen Donauzuflüssen erneut Hochwassergefahr.

Das Hochwasser beeinträchtigt bereits die Schifffahrt in Bayern. Auf dem Main zwischen den Messstationen Schweinfurt und Obernau sei sie eingestellt worden, hieß es am Donnerstag. Die Pegelstände der Donau sind dagegen gesunken. Schiffsführer müssten aber mit Treibgut rechnen.

Vermisste Rentnerin vermutlich ertrunken

Eine seit Tagen vermisste 74 Jahre alte Frau aus dem unterfränkischen Gräfendorf ist nach Vermutung der Polizei im Hochwasser der Fränkischen Saale abgetrieben worden und dabei möglicherweise ertrunken. Trotz umfangreicher Suche von Polizei, Feuerwehr und Wasserwacht fehle von der Rentnerin jede Spur, teilte die Polizei in Würzburg am Donnerstag mit. „Nach jetzigem Stand muss damit gerechnet werden, dass die Frau beim Versuch, das Hochwasser zu durchwaten, gestürzt ist und dann abgetrieben wurde“, teilte ein Polizeisprecher mit.

Die Frau war an Heiligabend als vermisst gemeldet worden. Am Tag zuvor hatte sie den Gottesdienst und ein Weihnachtskonzert in der Dorfkirche in Gräfendorf-Wolfsmünster (Landkreis Spessart) besucht. Ein Zeuge habe die 74-Jährige noch gesehen, als sie am frühen Abend alleine von der Kirche in Richtung Saalebrücke gelaufen war, berichtete die Polizei. Zu diesem Zeitpunkt habe starkes Hochwasser geherrscht. Um zu ihrem Haus zu gelangen, hätte die Seniorin die Saalebrücke überqueren müssen. Die Polizei schließt nicht aus, dass die Rentnerin trotzdem versucht hat, die überflutete Brücke zu überqueren.

tz/dpa

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