Groß und unwirtschaftlich

Bahn will Bahnhof in Hof verkaufen

Hof - Die Bahn will das historische Bahnhofsgebäude in Hof verkaufen. Der Grund ist wie so oft das liebe Geld.

Die Bahn bereitet den Verkauf des historischen Bahnhofsgebäudes in Hof vor. Der Konzern könnte seine Entscheidung aber noch einmal überdenken - sollten sich neue Mieter finden, die einen wirtschaftlichen Betrieb erlauben. Das sei bei einem Gespräch zur Zukunft des Bahnhofs zwischen Politik und Bahnvertretern deutlich geworden, teilte ein Sprecher der Stadt am Mittwoch mit.

Der 1880 errichtete Bahnhof steht unter Denkmalschutz und gilt als historisch außergewöhnlich - weil Hof an der Grenze zu Sachsen liegt, wurde ein sächsischer und ein bayerischer Teil gebaut. Ein prachtvoller „Königssaal“ sollte für Zusammenkünfte des bayerischen und des sächsischen Königs dienen. Und 1989 schließlich war der Hofer Bahnhof die erste Station für die Prager Botschaftsflüchtlinge.

Der Darstellung der Deutschen Bahn (DB) zufolge ist der Bahnhof mit etwa 8200 Quadratmetern Mietfläche schlichtweg zu groß. Und es fehle den eingemieteten Läden an Kundschaft. 60 Prozent der Verkaufsfläche stehe derzeit leer. Bis zu einem möglichen Verkauf sei es jedoch noch ein weiter Weg, versicherte ein Vertreter von DB Immobilien. Es beginne nun ein konzerninterner Prüfprozess; der Bahn sei dabei an einer engen Abstimmung mit der Kommune gelegen. Fänden sich in der Zwischenzeit neue Mieter, würde die Bahn die Fakten neu prüfen.

„Unser Ziel ist es, die Behördenarbeitsplätze der Bundespolizei im Hauptbahnhof zu erhalten, genauso wie das Reisezentrum und die bestehenden Versorgungseinrichtungen“, sagte Hofs Oberbürgermeister Harald Fichtner (CSU).

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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