Ein Schild mit dem Warnhinweis „Achtung Kampfmittelräumung Lebensgefahr Betreten verboten“
+
Zahlreiche Menschen wurden evakuiert, weil in Hof drei Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurden.

In einem Neubaugebiet in Hof

Drei Weltkriegsbomben entdeckt: 3000 Menschen evakuiert - Stadt ruft Katastrophenfall aus

  • Thomas Eldersch
    vonThomas Eldersch
    schließen

Rund 3000 Menschen aus dem oberfränkischen Hof müssen ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Drei Weltkriegsbomben werden in einem Neubaugebiet entschärft.

  • In Hof wurden drei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt.
  • Sie werden am Donnerstag entschärft.
  • Die Evakuierung der Anwohner verlief reibungslos.

Update vom 15. Oktober, 11.41 Uhr: In Hof wurde der Katastrophenfall ausgerufen. Glücklicherweise ist die Katastrophe noch nicht eingetreten. Doch für die Evakuierung der rund 3000 Menschen aus dem Stadtteil Rosenbühl war die Maßnahme notwendig. Und „die Evakuierung ist wie geplant abgeschlossen“, teilte eine Sprecherin der Stadt am Morgen mit.

Die meisten Anwohner seien - wie von der Stadt vorher erbeten - bei Verwandten oder Freunden untergekommen. „In der Freiheitshalle befinden sich momentan nur sieben Menschen, einige im Rollstuhl oder pflegebedürftig“, so die Sprecherin weiter. Daher gebe es dort auch keine Probleme mit den Corona-Auflagen. Im Laufe des Tages wird sich dann der Kampfmittelräumdienst mit der Entschärfung der drei rund 50 Kilogramm schweren Weltkriegsbomben befassen. Wann die Menschen wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren können, ist derzeit noch nicht bekannt.

Bombenentschärfung in Hof: Drei Blingänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden

(Erstmeldung vom 14. Oktober) Hof - Die meisten Menschen freuen sich, wenn sie Andenken aus früheren Zeiten entdecken. Die Anwohner und Bauherren eines Neubaugebiets im Hofer Stadtteil Rosenbühl (Oberfranken) können auf diese historischen Überbleibsel wohl verzichten. Bereits zum zweiten Mal in einem Monat wurden dort Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Für die Entschärfung müssen jetzt zahlreiche Menschen evakuiert werden.

Bombenentschärfung in Hof: Anfang Oktober gab es bereits eine Evakuierung

Schon am 2. Oktober entdeckten Bauarbeiter bei Rodungsarbeiten in dem Neubaugebiet einen Blindgänger mit etwa 60 Zentimeter Länge und einem Gewicht von rund 45 Kilogramm. Während der Entschärfung wurden damals etwa 50 bis 100 Anwohner in Sicherheit gebracht, berichtet infranken.de. Kurze Zeit später durften sie aber schon wieder zurück in ihre Häuser. Die Entschärfung verlief „reibungslos“ sagte eine Sprecherin der Stadt.

Diesmal gestaltet sich die Lage etwas schwieriger. Denn bei Sondierungen des Geländes wurden jetzt gleich drei 50-Kilo-Bomben gefunden. Schon vor dem Start der Bauarbeiten war vermutet worden, dass auf dem Gelände noch Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden werden könnten. Denn der Bereich lag in der Einflugschneise der Alliierten auf dem Weg zum Bahnhof, so die Sprecherin. Um später nicht noch einmal evakuieren zu müssen, wurde jetzt das Gelände Zentimeter für Zentimeter abgesucht.

Bombenentschärfung in Hof: Schulen und ein Seniorenheim von Evakuierung betroffen

Damit bei der Entschärfung der drei neu gefundenen Blindgänger am Donnerstag (15. Oktober) niemand gefährdet wird, werden jetzt wesentlich mehr Personen evakuiert als beim ersten Mal. Genauer gesagt müssen rund 3000 Menschen ihre Bleibe kurzzeitig verlassen. Außerdem müssen zwei Schulen, eine Kita und die Fachakademie für Sozial- und Heilpädagogik an diesem Tag schließen. Auch 56 Bewohner eines Seniorenheims werden umziehen. Sie werden in einer anderen Einrichtung der Diakonie unterkommen.

Die Anwohner des betroffenen Gebiets sollen außerdem aufgrund der Corona-Pandemie versuchen, bei Freunden oder Verwandten unterzukommen, gibt die Stadt bekannt. Wer keinen Platz zum Ausweichen hat, der kann in die Freiheitshalle kommen. Dort wird ein Notquartier eingerichtet. Der Rote Kreuz organisiert zusätzlich Transporte für pflegebedürftige und bettlägrige Anwohner, die dann ebenfalls in die Freiheitshalle gebracht werden. Die anderen Betroffenen werden dann mit Bussen am Donnerstagmorgen in das Notquartier gebracht. Insgesamt sind auch 1200 Schüler von der Maßnahme betroffen. (tel)

Im Landkreis Berchtesgaden wollte eine Familie aus NRW mit einem VW Sharan einen Gipfel stürmen - was ordentlich in die Hose ging. Auf einer „Oktoberfest“-Party im Landkreis Landshut haben sich 20 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt.

Kommentare