Stadt Hof verbietet Neonazi-Aufmarsch

Hof - Die Stadt Hof hat einen geplanten Neonazi-Aufmarsch am 1. Mai verboten. Durch seine Begründung zeigt OB Harald Fichtner (CSU) ungewöhnlich viel Rückgrat.

 “Oft im Leben gibt es Situationen, in denen man Rückgrat beweisen muss und in denen es gilt, menschlich zu handeln“, erklärte der Oberbürgermeister. Er könne es nur schwer akzeptieren, dass auch bekennende Feinde des Grundgesetzes und des Rechtsstaates von den Grundrechten geschützt würden.

Angemeldet worden war die Nazidemonstration vom “Freien Netz Süd“ - nach Einschätzung des Verfassungsschutzes mit 100 bis 150 Mitgliedern die derzeit größte rechtsradikale Gruppe in Bayern. Oberbürgermeister Fichtner sagte: “Ich finde es zudem unerträglich, dass wir uns als Stadt in diesem Zusammenhang noch zum Anwalt der Radikalen machen müssten, würden wir nicht alles Mögliche versuchen, um zu verhindern, dass unsere Straßen von diesen Gruppen als Bühne missbraucht werden.“ Die Stadt setze ein Zeichen gegen menschenfeindliches Gedankengut.

Bereits genehmigt sind zwei Gegendemonstrationen, die laut Fichtner in jedem Fall stattfinden sollen. Die Rechtsextremen können noch das Verwaltungsgericht Bayreuth anrufen, um das Verbot kippen zu lassen.

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bayerischer Tourengeher stürzt 100 Meter tief - schwer verletzt
Im Zillertal hat sich ein Skitourengeher aus Erlangen am Sonntag bei einem 100-Meter-Sturz schwer verletzt. Der 38-Jährige war ohne Skier an einem Grat ausgerutscht.
Bayerischer Tourengeher stürzt 100 Meter tief - schwer verletzt
Tödliches Überholmanöver: Zwei Motorräder prallen frontal auf Auto
Ein Überholmanöver zweier Motorradfahrer endetet tragisch. Beim Frontalzusammenstoß mit einem Auto kam einer der beiden ums Leben.
Tödliches Überholmanöver: Zwei Motorräder prallen frontal auf Auto
Bewegende Feier für totgeprügelten Maurice: „Ein blühendes Leben verschwand“
Der Tod des 15-jährigen Maurice hat die kleine Gemeinde Obernzell tief erschüttert. Am Samstag haben neben seiner Familie rund 300 Trauernde Abschied von ihm genommen.
Bewegende Feier für totgeprügelten Maurice: „Ein blühendes Leben verschwand“
Auf der A3 beim Kreuz Deggendorf: Autofahrer stirbt nach Unfall mit Sattelzug
Am Samstag kollidierte ein 76 Jahre alter Autofahrer mit einem Sattelzug auf der A3 beim Kreuz Deggendorf. Im Krankenhaus erlag er am Sonntag seinen Verletzungen.
Auf der A3 beim Kreuz Deggendorf: Autofahrer stirbt nach Unfall mit Sattelzug

Kommentare