Stadt Hof verbietet Neonazi-Aufmarsch

Hof - Die Stadt Hof hat einen geplanten Neonazi-Aufmarsch am 1. Mai verboten. Durch seine Begründung zeigt OB Harald Fichtner (CSU) ungewöhnlich viel Rückgrat.

 “Oft im Leben gibt es Situationen, in denen man Rückgrat beweisen muss und in denen es gilt, menschlich zu handeln“, erklärte der Oberbürgermeister. Er könne es nur schwer akzeptieren, dass auch bekennende Feinde des Grundgesetzes und des Rechtsstaates von den Grundrechten geschützt würden.

Angemeldet worden war die Nazidemonstration vom “Freien Netz Süd“ - nach Einschätzung des Verfassungsschutzes mit 100 bis 150 Mitgliedern die derzeit größte rechtsradikale Gruppe in Bayern. Oberbürgermeister Fichtner sagte: “Ich finde es zudem unerträglich, dass wir uns als Stadt in diesem Zusammenhang noch zum Anwalt der Radikalen machen müssten, würden wir nicht alles Mögliche versuchen, um zu verhindern, dass unsere Straßen von diesen Gruppen als Bühne missbraucht werden.“ Die Stadt setze ein Zeichen gegen menschenfeindliches Gedankengut.

Bereits genehmigt sind zwei Gegendemonstrationen, die laut Fichtner in jedem Fall stattfinden sollen. Die Rechtsextremen können noch das Verwaltungsgericht Bayreuth anrufen, um das Verbot kippen zu lassen.

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