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Die Erdbeer-Saison in Bayern kann starten – vorausgesetzt, das Wetter bleibt schön.

Hoffen, dass der Sommer bleibt

München - Die Unwetter taten ihnen besonders weh. Jetzt hoffen Bayerns Bauern auf gutes Wetter - sonst drohen Ernteausfälle bei Erdbeeren und Spargel.

Seit Freitag ist das Wetter besser - doch der Regen der vergangenen Wochen hat vor allem den Spargel-, Erdbeer- und Kirschenbauern Sorgenfalten ins Gesicht getrieben. Nur wenn das Wetter am Wochenende gut ist, dürfte der Start in die Erdbeersaison in Bayern nächste Woche noch gut gelingen, wie Theo Däxl, Experte für Spargel, Obst- und Gartenbau beim Bayerischen Bauernverband sagte. „Dann kommt man für den allergrößten Teil der bayerischen Erdbeeren ohne große Ernteausfälle durch.“

Beim Spargel rechnen Bauern mit einer guten Ausbeute

Auch beim Spargel rechnen die Bauern dann noch einmal mit einer guten Ausbeute. „Sie hoffen jetzt, dass der große Spargelsegen kommt“, sagte Däxl. „Die warmen Tage über Pfingsten und vergangenes Wochenende haben gezeigt, dass die Spargelpflanzen noch kräftig sind und sehr schnell frischen, schönen Spargel liefern können, wenn die Temperaturen entsprechend sind.“ Das kühle Wetter habe die Saison etwas verlängert - es könnte frischen Spargel heuer möglicherweise sogar über das offizielle Saisonende am Johannitag am 24. Juni hinaus geben. Insgesamt sei die Vegetation ein bis zwei Wochen zurück. „Wir sind ein bisschen hintendran - aber die Natur kann das sehr schnell wieder aufholen.“

Insgesamt sei der viele Regen kein Schaden - im Gegenteil. „Die Früchte, die jetzt im Wachsen sind, denen tut der Regen gut, weil sie genug Nährstoffe aufnehmen können.“ Zur Erntezeit sei das anders - dann brauche es gutes Wetter, um eine gute Ernte einzufahren. Bei den Erdbeeren seien derzeit vor allem die Frühanbaugebiete betroffen. „Dort gibt es jetzt schon Ausfälle.“ Als klassisches Früherntegebiet gilt der Rheingraben, frühe Erdbeeren gibt es aber auch am Bodensee und am Untermain. „Diese Bauern haben zurzeit auch Ware, aber es ist sehr mühsam mit der Ernte, weil die Felder sehr nass sind und die Pflanzen nicht reichlich tragen“, erläuterte der Obstbauexperte. „Viele Bauern sagen, es rentiert sich noch gar nicht durchzugehen.“ Dabei zähle für die Betriebe jeder Tag, an dem Ware verkauft werden könne. Im Frühsommer komme es darauf an, Geld in die Kassen zu bekommen.

Wie der Bauernverband weiter mitteilte, hat das nass-feuchte Wetter zu einer höheren Krankheitsgefahr bei Getreide sowie Kartoffeln bei, etwa durch Krautfäule geführt.

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