Hoffnung für Bayerns kleine Schnapsbrenner

München - Kleine und mittlere Schnapsbrennereien in Bayern dürfen hoffen: Dank Plänen einer EU-Kommission soll das Branntweinmonopol verlängert werden. Klappt es nicht, hat das schlimme Folgen:

Die Pläne der EU-Kommission zur Verlängerung des Branntweinmonopols müssen nach Ansicht von Bayerns Agrarminister Helmut Brunner (CSU) zügig ins Recht umgesetzt werden. “Das lässt hoffen, dass unsere kleineren und mittleren Brennereien endlich die dringend notwendige Rechtssicherheit bekommen“, sagte Brunner zu dem am Donnerstag in der Kommission vorgelegten Vorschlag, das Branntweinmonopol bis 2013 und in bestimmten Fällen bis 2017 zu verlängern. Andernfalls müssten die Brennereien zum 30. September 2010 ihren Betrieb einstellen, teilte der Minister weiter mit.

Die Fördermöglichkeit nach dem Branntweinmonopol kommt in Bayern rund 170 kleineren und mittleren Kartoffel- und Getreidebrennereien sowie annähernd 3000 Klein- und Obstbrennereien zugute. Laut Brunner erzeugen die jährlich rund 180 000 Hektoliter Alkohol insgesamt.

Das Branntweinmonopol in Deutschland soll damit ein letztes Mal verlängert werden. Es ist einmalig in der EU und sollte zum Jahresende auslaufen. Vor allem die nicht geförderten Großbrennereien bekämpfen das Privileg seit Jahren. Dem Vorschlag müssen die 27 EU- Mitgliedsstaaten und das Europaparlament noch zustimmen.

dpa

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