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Die Bergretter stellten ein Dreibein auf und seilten sich zu den Verunglückten ab.

Münchner holt Hilfe

Beim Brotzeit machen: Sturz in Gletscherspalte

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Krimml - Ein Mann und eine Frau aus Bayern sind am Samstag in Österreich in eine Gletscherspalte gefallen. Sie stürzten zehn bis 15 Meter in die Tiefe. Doch die beiden hatten Glück im Unglück.

Die Spalte war nicht zu sehen, eine Schneewechte verbarg den Schlund in die Tiefe. Ausgerechnet in der Nähe der unsichtbaren Spalte ließen sich drei Oberbayern am Samstagvormittag nieder, auf 2700 Meter im Bereich des Hohen Gabler (Salzburger Land, 3263 Meter). Eine Frau und ein Mann (30 und 31), beide aus demselben Ort im Kreis Traunstein, standen gleichzeitig wieder auf – und traten durch die Wechte. Sie stürzten rund zehn Meter tief ins dunkle Loch. Die Frau so weit, dass sie eingeklemmt wurde und sich leicht verletzte. Ihr zweiter Begleiter, ein 57-jähriger Mann aus München, blieb aber oben und konnte die Retter alarmieren.

Die Tourengeher waren am Vormittag über das Wildgerloskees aufgestiegen, gegen 11 Uhr kam es zu dem dramatischen Sturz. Nachdem die Hilfsmannschaften die Alarmierung erhalten hatten, rückten Bergretter aus Krimml in zwei Hubschraubern an, auch die Polizei flog mit einem Helikopter die Stelle an. Es wurde wenig später ein sogenanntes Dreibein aufgestellt, mit dem man sich relativ einfach in eine Gletscherspalte hinunterlassen kann. Die Bergretter seilten sich damit zu den zwei Verunglückten ab und konnten die beiden Oberbayern schnell bergen. Sie waren nach eineinhalb Stunden im Eis stark unterkühlt.

Frau unter dem Mann gefangen

Die Spalte war an der Stelle, an der die zwei steckten, recht eng gewesen, wobei die Frau unter dem Mann gefangen war. „Viel weiter hätten sie nicht mehr fallen können“, sagte eine Sprecherin der Bergrettung Salzburg. Die beiden Tourengeher wurden mit den Hubschraubern ins Krankenhaus nach Schwaz in Tirol geflogen, wo die Unterkühlung behandelt wurde.

So ist das Abenteuer relativ gut ausgegangen. Doch es hätte schlimmer kommen können – wenn die Helis nicht hätten aufsteigen können. Denn herrschte zum Zeitpunkt des Unfalls noch passables Flugwetter, kündigte sich am Berg der Wettersturz bereits an, „mit Böen von 50 Stundenkilometern“, sagte Armin Bachmair von der Bergrettung Krimml. Ohne Hubschrauber wären die Tourengeher für viele Stunden gefangen gewesen.

mc

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