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Der Holocaust-Zeitzeuge Hugo Höllenreiner ist im Alter von 81 Jahren verstorben.

Er war Opfer von Menschenversuchen

Holocaust-Überlebender Hugo Höllenreiner ist tot

München/Ingolstadt - Der Holocaust-Zeitzeuge Hugo Höllenreiner ist im Alter von 81 Jahren in Ingolstadt verstorben. Er hatte nach dem Krieg den Landesverband Deutscher Sinti und Roma mitbegründet.

Der Holocaust-Zeitzeuge Hugo Höllenreiner ist tot. Er starb am Mittwoch im Alter von 81 Jahren in Ingolstadt. „Mit seinem Wirken hat er ein Denkmal geschaffen, das die nachfolgenden Generationen lebendig halten müssen“, sagte Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, am Donnerstag. „Er war ein großartiger Mensch, der als Zeitzeuge sein Leben dem aktiven Wachhalten der Erinnerung an die Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten gewidmet hat.“

Der Vorsitzende des bayerischen Landesverbands Deutscher Sinti und Roma, Erich Schneeberger, sagte, Höllenreiner habe bei zahlreichen Auftritten vor tausenden Schülern über den nationalsozialistischen Völkermord aufgeklärt. „Mit Hugo Höllenreiner verlieren die bayerischen Sinti und Roma einen der letzten Zeitzeugen des nationalsozialistischen Völkermords an unseren Menschen und einen bedeutenden Kulturträger.“ Höllenreiner hatte nach dem Krieg den Landesverband mitbegründet.

Höllenreiner als Neunjähriger ins KZ Auschwitz deportiert

Als Neunjähriger war er am 8. März 1943 wegen seiner Zugehörigkeit zur Volksgruppe der Sinti in München verhaftet und mit Eltern, Geschwistern und anderen Verwandten in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert worden. Dort wurde er Opfer der Menschenversuche des KZ-Arztes Josef Mengele. In Auschwitz starben 36 seiner Angehörigen.

Höllenreiner wurde später in die Konzentrationslager Ravensbrück, Mauthausen und schließlich Bergen-Belsen verlegt, wo er im Frühjahr 1945 befreit wurde.

dpa

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