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Homeoffice-Pflicht endet: 90 Prozent wollen laut bayerischer Studie weiter von zuhause arbeiten

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Von: Katarina Amtmann

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Coronavirus - Homeoffice
Die Homeoffice-pflicht endet, doch viele Arbeitnehmer möchten weiter von zuhause arbeiten (Symbolbild). © Felix Kästle/dpa/dpa-Bildfunk

Die coronabedingte Homeoffice-Pflicht endet am 1. Juli. Eine Studie der DAK Bayern zeigt aber, wie viele Menschen weiterhin von zuhause arbeiten möchten.

München - Am Anfang war nicht jeder begeistert: Homeoffice? Ohne Kollegen und kostenlosen Kaffee? Noch dazu am heimischen Küchentisch? Doch inzwischen sehen viele Menschen die Vorteile - und so mancher will gar nicht mehr zurück ins Büro.

Ende der Homeofficepflicht: Neun von zehn Beschäftigten wollen weiter von zu Hause aus arbeiten

Nach dem Auslaufen der Homeoffice-Pflicht wollen einer Studie zufolge neun von zehn Beschäftigten weiter von zu Hause aus arbeiten. Zu sehr überwiegen die Vorteile die Nachteile, wie eine Studie der Krankenkasse DAK Bayern ergab, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. „Das Homeoffice ist mittlerweile bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern fest etabliert. Sie haben gemerkt, wie gut es sich in den eigenen vier Wänden arbeiten lässt“, kommentierte DAK-Landeschefin Sophie Schwab.

90 Prozent gaben demnach bei einer repräsentativen Umfrage an, auch künftig mindestens ein Viertel ihrer Arbeitszeit daheim ableisten zu wollen. 46 Prozent wollen höchstens zur Hälfte, zehn Prozent fast gar nicht mehr ins Büro zurück. Während der zweiten Corona*-Welle waren laut DAK rund 40 Prozent der Beschäftigten in Bayern im Homeoffice - bei hoher Arbeitszufriedenheit und Produktivität.

Vorteil von Homeoffice: Bessere Vereinbarung von Beruf und Familie

85 Prozent der befragten Betroffenen im Freistaat sind der Meinung, dass sich dafür prinzipiell geeignete Aufgaben im Homeoffice genauso gut erledigen lassen wie im Büro. Sieben von zehn empfinden sich sogar als produktiver, und knapp zwei Drittel nehmen die Arbeit angenehmer wahr.

Ein Grund: 85 Prozent können dank Heimarbeit Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren. 78 Prozent gewinnen durch den Wegfall des Arbeitsweges Zeit, und 72 Prozent genießen es, Aufgaben gezielter über den Tag verteilen und mit Freizeit kombinieren zu können. Damit sind sämtliche der genannten Werte im Vergleich zur ersten Corona*-Welle im Jahr 2020 gestiegen.

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Homeoffice hat auch Nachteile: „Häufig verstärkt sich ein ungesunder Lebensstil“

Es gibt jedoch auch Nachteile: „Häufig verstärkt sich ein ungesunder Lebensstil“, erläuterte Schwab. Zwei Drittel bewegten sich weniger als sonst, nur jeder Zweite unterbreche langes Sitzen bewusst. Rückenleiden und Gewichtszunahmen seien die Folge. Schwab forderte deshalb: „Da viele Beschäftigte auch nach Corona weniger im Büro arbeiten werden, müssen wir einen stärkeren Fokus auf die Gesundheit im Homeoffice legen.“ (kam/dpa)*Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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