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Ein Hopfenbauer hält Hopfendolden in den Händen.

Hopfen-Ernte in Bayern könnte mager ausfallen

Wolnzach - Die Hopfenernte in Bayern wird in diesem Jahr deutlich magerer ausfallen als noch 2012. Die Hopfenpflanzer rechnen mit Einbußen von bis zu 23 Prozent.

Die Hopfenernte wird in diesem Jahr deutlich geringer ausfallen als im Vorjahr. Nach Schätzungen des Verbands Deutscher Hopfenpflanzer werden allein im größten deutschen Anbaugebiet, der Hallertau, voraussichtlich 23.000 Tonnen Hopfen geerntet. Das seien rund 23 Prozent weniger als 2012, sagte der zweite Vorsitzende des Verbandes, Josef Wittmann, am Mittwoch in Wolnzach. Grund seien die langanhaltende Kälte im Winter, die starken Regenfälle im Frühjahr sowie die folgende Hitze im Juli. Zudem habe Hagelschlag etwa 2250 Tonnen zerstört und die Anbaufläche wurde um fünf Prozent reduziert.

Die Vorräte reichen laut Wittmann aber aus, so dass es keine Engpässe gibt. Nach derzeitigem Stand sei in diesem Jahr mit einer maximal durchschnittlichen Qualität zu rechnen. „Die Qualität des Bieres wird dadurch aber nicht beeinflusst“, versicherte Wittmann. Auch auf den Start der Ernte hat das Wetter heuer Einfluss. Diese beginnt erst Anfang September und dauert bis zu vier Wochen.

Die Hallertau in Oberbayern ist das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt. Hier gibt es etwa 85 Prozent der gut 17.000 Hektar Anbaufläche in Deutschland. Bundesweit waren 2012 rund 34.300 Tonnen Hopfen geerntet worden.

Am kommenden Montag werden bei der traditionellen Hopfenrundfahrt in der Hallertau Bayerns Agrarminister Helmut Brunner sowie Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (beide CSU) weitere Einzelheiten zu den Ernteaussichten geben.

dpa

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