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Der Hopfenmarkt könnte vor schweren Zeiten stehen.

Hopfenmarkt vor schweren Zeiten

München - Der Hopfenmarkt könnte vor schweren Zeiten stehen - da der Bierkonsum weltweit sinkt. 

Der sinkende Bierkonsum macht nach Ansicht des weltweit größten Hopfenhandelshauses Barth eine Verringerung der Hopfen-Anbauflächen nötig. "Es macht keinen Sinn, Hopfen für einen Markt zu produzieren, der ihn in der vorgesehenen Menge nicht benötigt", erklärte Stephan Barth, geschäftsführender Gesellschafter von Joh. Barth & Sohn (Nürnberg), in München . Nach seinen Angaben ist die weltweite Bierproduktion im vergangenen Jahr zwar nochmals leicht auf 1,8 Milliarden Hektoliter gestiegen. In diesem Jahr sei aber ein Rückgang denkbar. Der Hopfenmarkt stehe deshalb vor schweren Zeiten.

Wie Barth mitteilte, setzt sich weltweit der Trend zu milden Bieren fort. Dafür werde deutlich weniger Alpha - der wichtigste Inhaltsstoff des Hopfens - benötigt als noch vor einigen Jahrzehnten. Zugleich seien die neuen Hopfensorten immer ertragreicher.

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Zu schaffen mache Erzeugern und Handel auch der weltweite Konzentrationsprozess bei den Brauereien. Die fünf größten Brauereigruppen repräsentierten bereits fast die Hälfte des weltweiten Biermarktes. Das größte Bierland ist China mit einer Produktion von mehr als 410 Millionen Hektolitern. Dahinter folgen die USA, Russland, Brasilien und an fünfter Stelle Deutschland mit 103 Millionen Hektolitern. "Die Brauindustrie steht unter erheblichem Sparzwang", sagte Barth. Das Premium-Segment sei rückläufig, der Anteil der billigen Discounter-Biere steige.

Die Barth-Haas-Gruppe ist nach eigenen Angaben der weltweite größte Dienstleister rund um den Hopfen. An der US-Firma John I. Haas Inc. (Washington, D.C.) hält Barth nach eigenen Angaben 50 Prozent. Der Umsatz in der Gruppe werde im zu Ende gehenden Geschäftsjahr 2008/09 (31.7.) leicht auf knapp über 300 Millionen Euro steigen, sagte Barth. "Allein für Joh. Barth & Sohn rechnen wir mit einem Umsatz von 180 bis 185 Millionen Euro", erklärte die geschäftsführende Gesellschafterin Regine Barth. Das liege knapp unter dem Vorjahreswert.

Regine Barth kündigte zugleich Investitionen von rund fünf Millionen Euro in der Hallertau an: In der Hopfenveredlung St. Johann, dem weltweit größten Verarbeitungswerk für Hopfenpellets, soll ein neues Kühllager errichtet werden.

dpa

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