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Das Wrack des Pkw.

BMW rast in falsch geparkten Lkw

Bergen/Traunstein - In der Nacht auf Mittwoch ereignete sich auf der A8 in Richtung Salzburg ein grausamer Unfall: Auf der Rastanlage Hochfelln krachte ein Pkw ungebremst in einen falsch geparkten Lastwagen.

Kreuz und quer stehende Lastzüge, verstopfte Fahrgassen, in denen die Sattelschlepper Stoßstange an Stoßstange stehen – jeder Autofahrer kennt diese Situation an Raststätten- und Parkanlagen. Und fürchtet sie. Leider zu Recht, wie ein dramatischer Unfall in der Nacht zum Mittwoch an der Raststätte Hochfelln an der A 8 München-Salzburg jetzt belegt. Dort knallte noch in der Einfahrt ein BMW-Fahrer in ein Lkw-Gespann aus Slowenien. Der Autofahrer war sofort tot.

Es ist kurz nach Mitternacht, als der BMW auf die Tank- und Rastanlage Hochfelln-Süd abbiegt und aus bisher noch nicht geklärten Umständen auf die Standspur gerät. Doch dort steht der Lastzug eines 61-jährigen Slowenen. Der Brummifahrer schläft in seiner Kabine, als der BMW in seinen Hänger schleudert. Die Wucht ist so groß, dass sich die komplette Vorderfront des Fahrzeugs unter den Sattelzug schiebt. Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Bergen und Vachendorf (Kreis Traunstein), die wenig später vor Ort sind, wollen lieber nicht über die Bilder sprechen, die sie in dieser Nacht sehen. Bis gestern Abend war es der Polizei nicht möglich, die Identität des Opfers zu klären. Fest stand nur, dass der BMW im Kreis Berchtesgaden zugelassen war.

Der furchtbare Crash ist für Experten kein tragischer Einzelfall. Das Parkchaos an den Raststätten, so ihre Befürchtung, wird noch öfter zur Todesfalle für Autofahrer werden. Denn es gibt viel zu wenige (reguläre) Stellplätze an den Raststätten. Laut Autobahndirektion Süd sind derzeit an der A 8 zwischen München und der Landesgrenze 260 Lkw-Parkplätze ausgewiesen, der geschätzte Bedarf liegt bei 550!

Aber das ist nicht das einzige Problem. Denn offensichtlich nehmen viele Lkw-Fahrer lieber ein Bußgeld wegen Falschparkens in Kauf, als wegen eines Verstoßes gegen die Lenk- und Pausezeiten. Und das heißt konkret: So mancher parkt seinen Sattelzug gleich im Bereich der Raststätten-Einfahrt, als riskieren zu müssen, keinen Parkplatz zu finden, weiterfahren zu müssen – und kurz darauf von der Polizei wegen Überschreitung der Lenkzeit gestoppt zu werden.

Offensichtlich hat so in der Nacht zum Mittwoch auch der 61-jährige Slowene gedacht. Allerdings beging wohl auch der BMW-Fahrer einen Fehler. Denn er war deutlich schneller, als die an dieser Stelle erlaubten 40 Kilometer pro Stunde.

WdP

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