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Vom Bergführerverband geehrt: die Extremkletterer Thomas (li.) und Alexander Huber.

Huberbuam als Botschafter geehrt

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Bad Hindelang – Die weltweit bekannten Extrembergsteiger Thomas und Alexander Huber sind beim 42. Bergführertag in Bad Hindelang im Oberallgäu als Botschafter für den modernen Alpinismus geehrt worden.

„Sie sind Vorbilder für viele jungen Leute, die sich mit dem Tun der Beiden identifizieren können. Wir sind stolz, solche leistungsfähigen Kletterer und Bergsteiger in unseren Reihen zu haben“, sagte der scheidende Vorsitzende des Verbandes Deutscher Berg-und Skiführer, Michael Grassl.

Die als „Huberbuam“ bekannten Brüder aus Oberbayern, die schwerste Routen an verschiedenen Wänden der Welt gemeistert haben, hätten den Klettersport in Deutschland populärer gemacht. „Klettern hat sich über den Status des Trendsports hinaus etabliert. Daran haben die Huberbuam großen Anteil“, sagte Grassl.

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Die Huber-Brüder nannten die Ehrung des Verbands etwas ganz Besonderes. „Das Urteil von Menschen, die wir sehr schätzen, ist uns wichtig“, sagte der 42-jährige Alexander Huber. „Neben unserem Vater waren es Bergführer, die uns von früher Jugend auf die Welt des Bergsteigens nähergebracht haben. Sie sind bis heute das Fundament unseres Freundeskreises.“ Rund 550 staatlich geprüfte Berg- und Skiführer gibt es in Deutschland. Nur etwa 100 von ihnen sind hauptberuflich aktiv.

Die Prüfung gilt als extrem schwer – selbst die Huberbuam fielen beim ersten Mal durch. „Ein Bergführer ist kein Spezialist, sondernein alpiner Zehnkämpfer, der in allen Bereichen gut sein muss“, sagt Michael Grassl. Der Beruf ist außerdem von Männern dominiert – es gibt nur acht Frauen, die beim VDBS ausgebildet wurden. Allerdings ist die Tendenz hier eher steigend.

Bei der Tagung wurde auch die Führung neu gewählt. Den Vorsitz übernahm der Murnauer Bergführer und Sachverständige bei Alpinunfällen, Dieter Stopper (44).

dw/lby

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