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Mit Plakaten wie "ACTA Stop!" ´demonstrierten Hunderte in Bayern gegen das Anti-Piraterie-Abkommen.

Hunderte demonstrieren gegen ACTA

München - Mehrere hundert Menschen haben am Samstag in Bayern gegen das Anti-Piraterie-Abkommen ACTA demonstriert.

In acht Städten waren im Rahmen eines europaweiten Aktionstages Aktionen geplant. In München versammelten sich nach Polizeiangaben rund 250 Gegner des Abkommens und zogen anschließend durch die Stadt. Die Veranstalter „Gegen ACTA - Für Freiheit statt Angst“ hatten ursprünglich mit 2 000 Teilnehmern gerechnet.

Bilder von der Demonstration gegen ACTA in München

Demonstration gegen ACTA in München

In Nürnberg gingen etwa 200 Menschen auf die Straße, in Regensburg rund 150 sowie in Würzburg und Augsburg jeweils circa 100 Demonstranten. Im Unterschied zu den Demonstrationen gegen ACTA im Februar, als allein in München 16 000 Bürger auf die Straßen gingen, war der Zuspruch an diesem Samstag deutlich geringer. Alle Veranstaltungen verliefen friedlich und ohne Zwischenfälle.

Der ACTA-Vertrag regelt unter anderem die „Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums im digitalen Umfeld“. Er sieht unter anderem vor, dass Internet-Provider Daten wie die IP-Adresse herausgeben sollen, um bei Verstößen gegen das Urheberrecht Personen identifizieren zu können. Mit der IP-Adresse kann der jeweilige Rechner identifiziert werden. Das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA, Handelsabkommen zur Abwehr von Fälschungen) war am 26. Januar von der EU sowie von 22 der 27 Mitgliedsstaaten unterschrieben worden. Deutschland will das umstrittene Abkommen vorerst nicht in Kraft setzen.

dpa

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