Heftiges Gewitter führt zu hunderten Notrufen

Straubing - Vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume, überflutete Unterführungen: In Bayern hieß es nach den Unwettern in der Nacht zum Montag wieder “Land unter“ - Polizei und Feuerwehr rückten hunderte Male aus.

In Teilen Bayerns hat am Sonntagabend ein Unwetter gewütet - bei Polizei und Feuerwehr gingen Hunderte Notrufe ein. Besonders betroffen waren Franken, Niederbayern und Oberbayern: Hier gab es unzählige vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume und überflutete Unterführungen, wie die Polizeipräsidien vor Ort mitteilten. Verletzt wurde aber niemand.

So wütete das Unwetter bei Bad Aibling

So wütete das Unwetter bei Bad Aibling

Allein bei der Einsatzzentrale Niederbayern in Straubing gingen knapp 200 Anrufe bei dem Sturm ein. Vor allem rund um Passau mussten die Rettungskräfte oft ausrücken. Auf der Autobahn 3 bei Pocking (Kreis Passau) habe es am späten Sonntagabend einen Unfall wegen Aquaplanings gegeben, teilte ein Sprecher der Polizei in Straubing mit. Verletzt wurde niemand. Bei Jandelsbrunn (Kreis Freyung-Grafenau) schlug der Blitz in eine Hochspannungsleitung ein und führte zu einem vorübergehenden Stromausfall in der Region.

Lesen Sie dazu auch:

Schon wieder: Unwetter toben über Bayern

In Oberfranken waren vor allem Forchheim und Ebermannstadt betroffen. Zahlreiche Straßenabschnitte waren dort nach Angaben der Polizei nicht passierbar. Die Leitstelle in Nürnberg meldete 120 Einsätze in ihrem Bereich, ein Großteil entfiel auf die Region um Erlangen. Oft lagen schwere Äste herum oder Unterführungen waren vollgelaufen. Ein Baum fiel auf ein Auto. Rund um Fürth und im oberbayerischen Chiemgau gab es laut einem Sprecher des Deutschen Wetterdienstes Orkanböen und bis zu tischtennisballgroße Hagelkörner.

Die Einsatzzentrale Oberpfalz erreichten 30 witterungsbedingte Notrufe. In Schlammersdorf (Kreis Neustadt an der Waldnaab) schlug ein Blitz in einen Kamin ein, an dem Wohnhaus entstand laut Polizei ein Schaden von 50 000 Euro. Bei den Leitstellen oder Einsatzzentralen Neu-Ulm, Donau-Iller, Kempten und Allgäu gab es nach Angaben der Polizei insgesamt mehr als 200 witterungsbedingte Notrufe. Die Bahnstrecke zwischen Günzburg und Ichenhausen in Schwaben war wegen überfluteter Gleise für drei Stunden gesperrt. In Bayreuth drückten die Wassermassen Gullydeckel hoch. Auch hier mussten einige Straßen zeitweilig abgesperrt werden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Weihwasser-Verzicht schlägt Wellen: Pfarrer will an drastischer Maßnahme festhalten
Die bayernweite Grippewelle macht auch vor Gotteshäusern nicht Halt. In Weiden hat ein Pfarrer wegen der Ansteckungsgefahr nun zu einem drastischen Mittel gegriffen.
Weihwasser-Verzicht schlägt Wellen: Pfarrer will an drastischer Maßnahme festhalten
Caritas-Mitarbeiter veruntreut 820 000 Euro - jetzt will er sein Haus verkaufen
Nach der Veruntreuung von etwa 820 000 Euro durch einen Mitarbeiter hat die Augsburger Caritas ihre Sicherheitsvorkehrungen verschärft.
Caritas-Mitarbeiter veruntreut 820 000 Euro - jetzt will er sein Haus verkaufen
Unglaublich! 32-Jähriger mischt Freundin heimlich Abtreibungspille ins Essen
Wegen versuchter Abtreibung muss sich am Dienstag (13.30 Uhr) ein 32 Jahre alter Mann vor dem Amtsgericht Ansbach verantworten.
Unglaublich! 32-Jähriger mischt Freundin heimlich Abtreibungspille ins Essen
„Arctic Outbreak“: Seltenes Wetterphänomen steuert auf Bayern zu
Eisige Kälte, Dauerfrost, zweistellige Minusgrade. Der Winter zieht nochmal richtig an zum Schluss. Das Kältephänomen „Arctic Outbreak“ bringt die polaren Temperaturen …
„Arctic Outbreak“: Seltenes Wetterphänomen steuert auf Bayern zu

Kommentare