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So zeigten die Demonstranten in München Flagge.

"Alles ruhig geblieben"

1500 Menschen demonstrieren gegen Rechtsextreme

Rosenheim/Fürth - Jeden Tag kommen Flüchtlinge mit dem Zug aus Italien am Bahnhof Rosenheim an. Genau dort demonstrierten Rechtsextreme jetzt gegen „Asylmissbrauch und Überfremdung“. Doch ein breites Bündnis stellte sich ihnen entgegen - ebenso in anderen Städten.

Mehr als 1500 Menschen haben am Samstag in Bayern gegen Rechtsextremismus demonstriert und für Solidarität mit Flüchtlingen. In Rosenheim, Fürth und München wandten sie sich gegen Kundgebungen rechter Gruppen.

Allein in Rosenheim zählte die Polizei bis zu 1000 Menschen, die sich einem Aufmarsch der rechtsextremen Partei „Die Rechte“ entgegenstellten. Der Demonstrationszug einiger Dutzend Parteianhänger kam nach wenigen Metern zum Stillstand, weil das Bündnis „Rosenheim nazifrei“ den Weg blockierte. Vereinzelt kam es zu Rangeleien und Schubsereien. Es blieb aber weitgehend friedlich.

Am Mittag hatten sich beide Gruppen auf dem Bahnhofsvorplatz direkt gegenübergestanden. Mehr als 100 Polizisten hielten die beiden Lager auf Abstand. Besucher des Herbstfestes, das am Samstag in Rosenheim begann, mussten einen anderen Weg nehmen; der Verkehr vor dem Bahnhof war lahmgelegt.

„Bis auf mehrere Festnahmen wegen niederschwelliger Körperverletzung im rechten wie im linken Lager ist alles ruhig geblieben“, sagte der Polizeisprecher Stefan Sonntag. „Keine Flaschen, keine Steine.“ Der Einsatzleiter der Polizei, Walter Buggisch, ergänzte: „Mein Dank gilt vor allem den vielen Rosenheimern, die heute friedlich und besonnen für ihre Meinung auf die Straße gingen.“

In Fürth protestierten am Samstag rund 500 Menschen gegen einen Aufmarsch der rechtsextremen Partei „Der dritte Weg“. Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD) hielt bei der Auftaktkundgebung des Bündnisses gegen Rechtsextremismus und Rassismus eine Rede. Anschließend versammelten sich die Teilnehmer zu verschiedenen Kundgebungen rund um die Route der etwa 70 Rechtsextremen durch das Viertel Ronhof.

Eine in München angekündigte Demonstration des Anti-Islam-Bündnisses Pegida kam am Samstag nicht zustande. "Das ist auch ein großer Erfolg für die Münchner Stadtgesellschaft", teilte der Verein "München ist bunt" mit, der eine Gegendemonstration mit mehr als 150 Teilnehmern organisiert hatte.

dpa

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