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Aus Protest hatten sich die Asylbewerber ihre Lippen zugenäht.

Hungerstreikende Iraner öffnen ihre Lippen

Würzburg - Die seit mehr als drei Monaten in Würzburg hungerstreikenden Iraner haben ihren Protest entschärft. Alle Männer haben ihre zugenähten Lippen wieder geöffnet.

Dies sagte ein Sprecher der Asylbewerber am Freitag. Fast alle Iraner hätten zudem ihren Hungerstreik beendet, nachdem Bewegung in die Bearbeitung ihrer Asylanträge gekommen sei. Nur einer werde weiterhin keine feste Nahrung zu sich nehmen, er habe noch keine Rückmeldung vom Bundesamt für Flüchtlinge und Migration erhalten.

Am Freitag protestierten noch neun Iraner, darunter eine Frau, in Würzburg. Die Aktion hatte Mitte März begonnen. Damals forderten zehn Iraner die Anerkennung als Flüchtlinge, die Abschaffung von Gemeinschaftsunterkünften und einen Abschiebestopp. Die meisten sind mittlerweile als Flüchtlinge anerkannt. Der Protest hat sich zudem auf andere bayerische Städte ausgeweitet. So haben nach Angaben von Stadt und Polizei Asylbewerber auch in Aub (Landkreis Würzburg) und Bamberg ihre Protestzelte aufgeschlagen.

dpa

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