Attacke auf Deutsche Bahn

Bei Einfahrt in Nürnberg: Schüsse auf ICE - Projektile durchschlugen Zug-Scheiben

Schock für die Fahrgäste eines ICE: Bei der Einfahrt in den Nürnberger Hauptbahnhof schossen Unbekannte mit einem Luftgewehr auf den Zug. 

  • Ein ICE von Dortmund nach München hielt am Hauptbahnhof Nürnberg.
  • Dort wurden bei der Einfahrt plötzlich Schüsse aus einem Luftgewehr auf den Zug abgegeben. 
  • Eine Frau glaubt, Jugendliche als Täter erkannt zu haben.

Nürnberg - Zwischenfälle kann es bei einer Bahnfahrt schnell einmal geben. Doch was am vergangenen Samstag (23.11.) Bahnreisende in einem Inter-City-Express von Dortmund nach München erlebten, war keine Kleinigkeit, sondern sicher ein Schock für alle Beteiligten. 

Am Bahnhof Nürnberg fallen plötzlich Schüsse auf ICE

Wie die Bundespolizei berichtet, fuhr der ICE gegen 16.30 Uhr in den Nürnberger Hauptbahnhof ein. Kurz vor der Ankunft wurden plötzlich mehrere Schüsse auf den einfahrenden Zug abgegeben. Die Fahrgäste hatten Glück im Unglück: Keiner von ihnen wurde durch die umherfliegenden Projektile verletzt.

Auf ICE geschossen in Nürnberg: Projektile durchschlugen Zug-Scheiben

Durch die Kugeln wurden Scheiben des Zuges beschädigt, auch Dosen und Flaschen wurden getroffen. Die Projektile durchschlugen die Scheiben  Eine Frau sagte der Bundespolizei gegenüber aus, sie habe zum fraglichen Zeitpunkt Jugendliche gesehen, die auf den Zug geschossen hätten. 

ICE in Nürnberg: Ermittlungen der Bundespolizei nach Schüssen bislang ohne Erfolg

Unmittelbar nach dem Vorfall wurde über die Notfallleitstelle der Bahn die Bundespolizei informiert, die umgehend ihre Ermittlungen aufnahm. Eine Fahndung im Nürnberger Stadtteil Gleißhammer, die sofort eingeleitet wurde, blieb ohne Erfolg. Am Tatort selbst konnten aber Bleikugeln sichergestellt werden, die nach Angaben der Polizei aus einem Luftgewehr stammen. Nach ersten Untersuchungen durch die Polizei konnte der Zug seine Fahrt schließlich fortsetzen. Die beschädigten Glasfenster wurden von Mitarbeitern der Bahn vorläufig repariert. Lediglich eine halbe Stunde Verspätung war durch den spektakulären Zwischenfall entstanden, als die Fahrgäste am Zielbahnhof in München eintrafen. 

„Die Ermittlungen stehen noch ganz am Anfang“, hieß es vonseiten der Bundespolizei. Momentan gehe es um die Auswertung von Spuren, etwa auch der Suche nach Fingerabdrücken. 

Es ist nicht der einzige Fall, in dem Bahnreisende oder auch Personal gefährdet wurden. So hätte es durch Fahrlässigkeit im September des Jahres in der Oberpfalz zu einemUnglück mit einem Güterzug kommen können.  Großes Glück hatten auch Reisende eines ICEs am Hauptbahnhof Hannover. Ein Brand in einem ICE bei Montabaur wurde in letzter Sekunde entdeckt, bevor es zu spät gewesen wäre. Das Fahrzeug selbst wurde jedoch fast völlig zerstört. 

Schüsse auf ICE: Angriffe mit Luftgewehren auch andernorts

Leider ist auch die Attacke mit Luftgewehren durch Unbekannte kein Einzelfall. So wurde in Hannoverein Bus zur Zielscheibe, wie nordbuzz* berichtet. In Poing traf es eine Kirche

Ein anderer Vorfall, der Fahrgäste und Zugpersonal schockierte, hat sich in einem ICE auf dem Weg nach München ereignet. Bei der Reanimation durch Ersthelfer nach einem Herzinfarkt wurden Gaffer zum Problem

Auf dem Weg nach Würzburg kam es in einem ICE zu einem Schockmoment*: Eine Frau war von zwei Kindern so genervt, dass sie zuschlug. Die Bundespolizei ermittelt.

stg

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Rubriklistenbild: © dpa / Patrick Seeger

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