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Auf offener Strecke mussten knapp 50 Passagiere umsteigen.

An wichtiger Abzweigung liegengeblieben

ICE-Panne zwingt Gäste zum Aussteigen

Nürnberg - Gleich zweifach vom Pech verfolgte Fahrgäste müssen bei Nürnberg auf offener Strecke den Zug wechseln. Erst Stunden später erreichen sie ihr Ziel.

Wegen einer ICE-Panne mussten am Donnerstag bei Nürnberg knapp 50 Fahrgäste auf offener Strecke in einen Ersatzzug umsteigen. Dieser habe die Passagiere zunächst zurück nach Nürnberg gebracht, wo sie später ihre Fahrt nach München fortgesetzt hätten, teilte ein Bahn-Sprecher in München mit. Allerdings hätten sie die Landeshauptstadt erst mit dreieinhalbstündiger Verspätung erreicht. Die Ursache der Panne war zunächst unklar. In den auf einem Parallelgleis stehenden Ersatz-ICE stiegen die Fahrgäste über eine eingehängte Behelfsbrücke.

Für zusätzlich Probleme sorgte, dass der ICE ausgerechnet auf einem wichtigen Bahn-Abzweig im Südosten Nürnbergs liegenblieb. Dort trifft die Schnellbahntrasse aus München auf die Strecke aus Regensburg und Neumarkt. „Das ist natürlich die denkbar ungünstigste Stelle“, räumte der Bahn-Sprecher ein. Daher sei neben dem ICE-Verkehr von und nach München auch der S-Bahn-Verkehr nach Neumarkt und Altdorf für mehrere Stunden betroffen gewesen. Auch mehrere Regionalexpress-Züge von und nach München fuhren nur eingeschränkt.

Dass sich nur vergleichsweise wenige Fahrgäste in dem Pannen-ICE befanden, sei im Grund genommen einer anderen Bahn-Panne zu verdanken, erläuterte der Bahn-Sprecher. Ursprünglich sollte der Pannen-ICE 789 am Morgen auf der Strecke Nürnberg-Augsburg-München als Pendlerzug eingesetzt werden. Wegen einer Weichenstörung habe sich die Abfahrt des ICE aber verzögert. Daraufhin seien viele Fahrgäste auf einen über Ingolstadt fahrenden ICE umgestiegen.

dpa

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