ICE-Tür während Fahrt gelöst

Nürnberg/Ingolstadt - Schrecksekunde an Bord: Bei einem ICE hat sich am Freitagabend auf der Fahrt zwischen Nürnberg und Ingolstadt eine Tür gelöst.

Wie die Deutsche Bahn am Samstag in Berlin mitteilte, sei die Tür lediglich aus der unteren Führungsschiene geglitten. An der oberen Schiene sei sie verankert geblieben. Als der Defekt erkannt worden sei, sei der Zug langsamer gefahren und habe am nächsten Bahnhof angehalten. Die Fahrgäste stiegen dann in den vorderen Teil des ICE um. Der hintere Teil mit der defekten Tür wurde abgekoppelt. Verletzt wurde niemand.

Die Bahn hat nach eigenen Angaben das Eisenbahn-Bundesamt als zuständige Aufsichtsbehörde informiert und sucht nach der Ursache. Vorsorglich würden bei allen ICE-T- und ICE 3-Zügen während der üblichen Wartung auch die Türverriegelungen auf Fehler untersucht.

Im April 2010 hatte es einen Unfall mit einer losen Zugtür gegeben. Bei voller Fahrt verlor ein ICE auf dem Weg von Amsterdam nach Basel eine Tür. Sie traf einen entgegenkommenden Zug. Sechs Menschen wurden leicht verletzt, Ursache war eine lose Stellmutter an der Verriegelung.

dpa

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