ICE-Tunnel Masserberg durchgeschlagen

Masserberg - Die ICE-Strecke Nürnberg-Erfurt nimmt Gestalt an: Am Mittwoch ist einer der letzten Tunnel für die neue Trasse in der Nähe von Masserberg durchgeschlagen worden. Die Reisezeit München-Berlin soll sich dadurch stark verkürzen.

Zugleich wurde mit dem Tunnel Rehberg der vorletzte von insgesamt 14 Thüringer Tunneln für das Projekt angeschlagen. “Diese Bauwerke sind Meilensteine bei der Fertigstellung der 500 Kilometer langen ICE-Neubaustrecke Berlin-Nürnberg“, erklärte Thüringens Verkehrsminister Christian Carius (CDU). Der Masserberg-Tunnel hat eine Länge von 1051 Metern. Die Arbeiten hatten vor einem Jahr begonnen, damals bezifferte die Bahn die Kosten mit rund 23 Millionen Euro.

Am Mittwoch wurden die letzten Zentimeter von einem Bagger durchbrochen. Für den 602 Meter langen Tunnel Rehberg begann der Vortrieb, wie die Fachleute das Sprengen und Baggern durch Felsen nennen. Insgesamt sind auf dem 107 Kilometer langen Neubauabschnitt von Ebensfeld (Landkreis Lichtenfels) nach Erfurt 22 Tunnel mit einer Gesamtlänge von mehr als 40 Kilometern geplant. Nach der Inbetriebnahme der Strecke im Jahr 2017 soll sich die Reisezeit zwischen München und Berlin auf rund vier Stunden verkürzen.

dpa

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