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IG Metall: Warnstreiks in 131 bayerischen Betrieben – Große Kundgebungen bei Audi und BMW

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Streik der IG Metall in Nürnberg
Acht Prozent mehr Geld fordern die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie, hier wird in Nürnberg gestreikt. © NEWS5/Deyerler

Die Warnstreik-Offensive der IG Metall Bayern geht weiter. In 131 bayerischen Betrieben wird am Dienstag gestreikt. Vielerorts gibt es große Kundgebungen.

München - Am 29. Oktober endete für die IG Metall Bayern die Friedenspflicht - es durfte also wieder für bessere Tarifbedingungen gestreikt werden. Am Montag (14. November) wurde in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie die Marke von 100.000 Warnstreikenden geknackt. Die Arbeitnehmer fordern acht Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Wie die IG Metall Bayern mitteilte, ist die nächste massive Warnstreik-Welle in Bayern schon in vollem Gange.

IG Metall: Große Warnstreik-Kundgebungen bei Audi und BMW - Wo in Bayern wird sonst noch gestreikt?

Für den heutigen Dienstag (15. November) ruft die IG Metall bayernweit die Beschäftigten in 131 Betrieben zu Warnstreiks auf. An einigen Orten sind sogar Kundgebungen geplant. So versammeln sich Mitarbeiter des Autoherstellers Audi gemeinsam mit weiteren Beschäftigten von Metall- und Elektrobetrieben aus der Region Ingolstadt auf der Audi-Piazza zu einer Warnstreik-Kundgebung. Dort erwartet die IG Metall eine fünfstellige Teilnehmerzahl.

Auch bei einem weiteren bayerischen Autohersteller ruht am Dienstag vorübergehend die Produktion: BMW. In München legen die Beschäftigten demnach für zweieinhalb Stunden ihre Arbeit nieder und versammeln sich mit Mitarbeitern anderer Betriebe ebenfalls zu einer großen Kundgebung vor dem Werk. Auch der BMW-Nachwuchs streikt. In Dingolfing, dem größten Werk des Fahrzeugherstellers in Europa, treffen sich die Auszubildenden zu einem Azubi-Warnstreik.

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37 Betriebe der Metall- und Elektroindustrie streiken in Nürnberg

In Nürnberg streikten Arbeitnehmer aus 37 Betrieben der Metall- und Elektroindustrie mit der Forderung nach mehr Geld. Dazu blockierten sie sogar mehrere Firmenzufahrten. In der Südstadt Frankenmetropole ist wiederum eine Kundgebung geplant. Dorthin strömen die Streikenden in drei Demonstrationszügen. 28 Betriebe aus der Region sind bei einer zentralen Warnstreik-Kundgebung in Augsburg vertreten. In Schweinfurt kommen zur selben Zeit die Angestellten von acht Betrieben wiederum zu einer Kundgebung zusammen. Weitere zentrale Warnstreik-Kundgebungen in Bayern finden in Weißenburg, Pegnitz, Marktheidenfeld, Alzenau und Weilheim statt.

IG Metall hofft auf „Pilotabschuss“ bei Verhandlungen in Baden-Württemberg

Zu der neuerlichen Streik-Offensive sagt Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, in einer Pressemitteilung: „Die Beschäftigten haben erkannt, dass die Arbeitgeber sie mit einer Hinhaltetaktik hinters Licht führen wollen. Entsprechend groß ist ihre Verärgerung. Mit einer massiven zweiten Warnstreikwelle werden wir jetzt die Arbeitgeber zur Bewegung am Verhandlungstisch drängen.“

Der Arbeitgeberverband vbm habe in der vierten und bislang letzten Tarifverhandlung nicht die geforderte Prozentzahl für eine Entgelterhöhung angeboten. Der Bundesvorstand der IG Metall hat unterdessen grünes Licht gegeben für einen Einigungsversuch in Baden-Württemberg gegeben. Man hofft auf einen „Pilotabschluss“. Die Verhandlungen sollen am Donnerstag in Ludwigsburg stattfinden. (jg)

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