Vier BMW-Standorte stehen still

Streiks gehen weiter: Metaller nehmen bayerische Autozulieferer ins Visier

Die Gewerkschaft hat im Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie die bayerischen Autozulieferer ins Visier genommen.

München - Am Donnerstag begannen die Mitarbeiter der Frühschichten ab etwa 6.00 Uhr mit den Streiks, wie ein Sprecher der IG Metall in München sagte. Die Gewerkschaft hat die Mitarbeiter in 18 Betrieben dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Am Freitag plant die Gewerkschaft Streiks bei den Autobauern selbst. Alle vier BMW-Standorte und Audi in Ingolstadt werden 24 Stunden lang stillstehen. Auch bei MAN in Allach wird gestreikt.

Die IG Metall fordert für die Beschäftigten 6 Prozent mehr Lohn, die Arbeitgeber haben annähernd 3 Prozent geboten. Zentraler Streitpunkt ist aber die Forderung der IG Metall, dass jeder Beschäftigte seine Arbeitszeit von 35 auf 28 Stunden verkürzen kann - und zwar mit teilweisem Lohnausgleich für Schichtarbeiter und Beschäftigte mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen.

„Das ist nicht verhandelbar“

Die Arbeitgeber sehen darin einen Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgesetz, das Entgelt-Transparenzgesetz und das Teilzeit- und Befristungsgesetz. Deshalb seien auch die Warnstreiks zur Durchsetzung dieser Forderung rechtswidrig. „Das ist nicht verhandelbar“, sagte ihr Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

dpa

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