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Schlangenköpfe als Delikatesse? In Afrika auf jeden Fall.

Snacks aus Afrika

Igitt! Zoll findet 20 Kilo verwesenden Fisch und Schlangenköpfe 

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Ungewöhnliche Post aus Sambia: Zollbeamte entdecken kiloweise verwesenden Fisch, faulende Insektenlarven und stinkende Schlangenköpfe. Was es mit dem Delikatessen-Paket auf sich hat.

Garching - Geschmäcker sind verschieden! Es gibt kulinarische Leckereien, die der bayerische Gaumen so nicht kennt, wie am Freitag Beamte des Hauptzollamts München feststellen mussten. Die Fracht, die die Zöllner vor sich hatten, sollte ein ganz besonders Delikatessen-Paket aus Afrika sein. Ein Leckerbissen der besonderen Art. 20 Kilogramm feinste Leckereien aus Sambia steckten in dem Paket, blöd nur, dass der Frachtweg aus dem Land mit über 7000 Kilometern recht lange ist. Vor allem, wenn der Inhalt nicht gekühlt wird. 

Probleme mit dem Seuchenschutz

Das rochen die Beamten schnell, als sie in das Paket schauten. Darin: 20 Kilogramm verwesender Fisch, faulende Insektenlarven und stinkende Schlangenköpfe. „Der Inhalt gilt als Delikatesse, es handelte sich also um eine Art Carepaket“, sagte eine Sprecherin des Hauptzollamts München. Doch zum Festmahl wird es mit dem Fisch, den Larven und Schlangenteilen in Bayern nicht kommen. Die Sendung an eine Privatperson in München darf aus tierseuchenrechtlichen Gründen nicht nach Deutschland eingeführt werden. Die Beamten mussten die „Delikatesse“ vernichten. 

Typisch afrikanische Speiseinsekten

Außerdem stellten die Beamten im Zollamt Garching (Landkreis München) Verstöße gegen den Artenschutz fest: Bei den Reptilienteilen handelte es sich um die Köpfe von Riesenschlangen, die durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen geschützt sind. Die Insektenlarven stammen von Mopanewürmern, die im südlichen Afrika ein beliebter Snack sind. Die Larven werden als typische Speiseinsekten genutzt und sind eine wichtige Eiweißquelle für viele Menschen. Ihnen wird nachgesagt, reich an Kalium, Kalzium, Zink und Eisen zu sein.

dpa/ch

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