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Im Chiemgau soll ein Wolf zum Abschuss freigegeben werden

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Nachdem ein Wolf im Chiemgau vor wenigen Wochen mindestens fünf Schafe gerissen hat, soll er nach dem Willen der dortigen Behörden zum Abschuss freigegeben werden: Der Landkreis Traunstein hat bei der Regierung von Oberbayern eine Erlaubnis zum Abschuss von Wölfen beantragt. „Der letzte Wolfsvorfall hat sich bereits in Siedlungsstrukturen ereignet“, sagte Landrat Siegfried Walch (CSU) am Freitag laut Mitteilung.

Traunstein - Das bedeute, der Wolf tauche „immer näher am bewohnten Gebiet auf“. Zudem sei vor allem im südlichen Teil des Landkreises das Gelände überhaupt nicht schützbar.

Durch den Wolf sieht er die Almwirtschaft in seiner Region bedroht: „Die Almwirtschaft hat für das ökologische Gleichgewicht auch im Hinblick auf Artenvielfalt, Biodiversität und Insekten eine ganz besondere Rolle. Diesen Wert gilt es zu schützen und zu erhalten.“ Ein Nebeneinander von den Almwirtschaften auf der einen Seite und Tieren wie dem Wolf auf der anderen Seite sei „nicht machbar“.

Ende Oktober wurden in der Gemeinde Bergen den Angaben zufolge fünf Schafe tot aufgefunden, ein Tier gilt als vermisst. Inzwischen hätten Analysen des Landesamts für Umwelt (LfU) ergeben, dass die Schafe einem Wolf zum Opfer gefallen waren.

Auch in anderen Regionen sorgen Wölfe seit einigen Wochen für Unruhe - so zeigen Bilder einer Überwachungskamera, wie bei Brannenburg im Landkreis Rosenheim ein Wolf über ein Gehöft gelaufen war. Nutztiere, die von Wölfen gerissen wurden, meldeten in den vergangenen Wochen auch die Landkreise Berchtesgadener Land und Rhön-Grabfeld in Unterfranken. dpa

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