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Die Zahl der Motorradunfälle nimmt zu.  

Immer mehr Raserunfälle

Erschreckende Statistik: So viele Motorradfahrer sterben bei Unfällen in Bayern

Die einen fasziniert es, die anderen fürchten es: Motorradfahren. Auf Bayerns Straßen leben Biker aber oft gefährlich. Schuld daran sind sie meist selbst.

München - Jeden dritten Tag ist statistisch gesehen im vergangenen Jahr ein Motorradfahrer in Bayern bei einem Unfall ums Leben gekommen. Neben 123 getöteten Bikern gab es 7880 verletzte. Dies geht aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in München vorliegt. 110 Motorradfahrer starben bei Zusammenstößen außerhalb geschlossener Ortschaften, 13 innerorts.

Insgesamt gab es im Freistaat im vergangenen Jahr mit 8996 Unfällen alle 58 Minuten einen Unfall, an dem Motorräder oder motorisierte Zweiräder beteiligt waren. In 55 Prozent aller Unfälle war der Motorradfahrer der Verursacher. Insgesamt registrierte die Polizei einen Sachschaden von mehr als 29 Millionen Euro.

Raserei ist oft Hauptgrund der Motorradunfälle

Hauptursache für die Unfälle ist weiterhin überhöhte Geschwindigkeit. Nach Angaben des Innenministeriums stieg die Zahl der Raserunfälle um 58 Prozent - von 831 Unfällen in 2013 auf 1316 Unfälle in 2017 - ein neuer Rekordwert. 803 Unfälle erfolgten bei oder nach Überholmanövern von Motorradfahrern.

„Klar ist: die allermeisten Motorradfahrer fahren im Eigeninteresse vernünftig und verantwortungsbewusst, aber die stetig steigende Zahl an Raserunfällen ist augenscheinlich“, sagte SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher. Sportlich fahren sei in Ordnung, verantwortungslos rasen dagegen nicht. Rinderspacher fordert daher einen Ausbau der Verkehrsüberwachung und regelmäßige Kontrollen. Auch seien mehr Prävention und Veranstaltungen zur Verkehrserziehung und Sicherheitstrainings sinnvoll sowie bauliche Verbesserungsmaßnahmen an Unfallhäufungsstellen.

Mit 38 Prozent aller Unfälle hat der Regierungsbezirk Oberbayern die meisten Motorradunglücke. Zu den Unfallschwerpunkten gehören der Kesselberg zwischen Kochelsee und Walchensee, das Sudelfeld im Landkreis Rosenheim, der Ettaler Berg und das Graswangtal bei Garmisch-Partenkirchen. Aber auch das Oberjoch im Oberallgäu, der Würgauer Berg bei Bamberg und die Weißmarter Kurve im Bereich Neumarkt in der Oberpfalz sind Gefahrenzonen.

dpa

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