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Immer mehr Patienten in Bayern brechen ihre Klinikbehandlung vorzeitig gegen den ärztlichen Rat ab.

Immer mehr Patienten brechen Behandlung ab

München - Immer mehr Patienten in Bayern brechen ihre Klinikbehandlung vorzeitig gegen den ärztlichen Rat ab.

So entschieden sich im vergangenen Jahr schätzungsweise 70 000 Krankenhauspatienten dafür, ihren Aufenthalt in der Klinik vorzeitig zu beenden, das waren 2,8 Prozent aller Patienten, wie eine Untersuchung der Techniker Krankenkasse (TK) laut Mitteilung vom Mittwoch ergab.

Zwei Jahre zuvor waren es noch 2,4 Prozent der Klinikpatienten und im Jahr 2004 rund 2 Prozent der Patienten. "In den meisten Fällen handelt es sich um Patienten mit Darminfektionen sowie Schmerzen, Krämpfen, Schwächeanfällen und Schockzuständen", erklärte die Gesundheitsexpertin Sabine Wagner-Rauh von der TK in Bayern.

Als Grund für den Anstieg sieht die TK, dass viele Patienten heute besser informiert seien über ihre Erkrankungen und über ihren Behandlungsverlauf mitbestimmen wollen. Stationäre und ambulante Behandlungen würden häufiger hinterfragt als früher. Im bundesweiten Vergleich rangiert Bayern hinter Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein auf Platz drei dieser Statistik.

dpa

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