Eine Spritze mit einem Corona-Impfstoff wird aufgezogen
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Eine Spritze mit einem Corona-Impfstoff wird aufgezogen.

Impfmüdigkeit: „Müssen jeden Tag um Impfwillige werben“

Die bayerische Staatsregierung sieht eine einsetzende Impfmüdigkeit in der Bevölkerung zunehmend als Herausforderung im Kampf gegen Corona. „Wir müssen jeden Tag dafür werben, dass wir Impfwillige finden“, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts. Er plädierte für niederschwelligere Impfangebote.

München - Der Impfstoff müsse jetzt zu den Menschen gebracht werden. Er stelle sich vor, dass man sich die Corona-Impfung „praktisch im Vorbeigehen“ verabreichen lassen kann.

Nach Regierungsangaben haben derzeit in Bayern 54 Prozent der Bevölkerung eine Erstimpfung erhalten. Rund 38 Prozent sind vollständig geimpft. Zuletzt hatten sich Berichte gehäuft, dass kaum Interesse an Sonder-Impfaktionen bestand, besonders dann, wenn der Impfstoff von Astrazeneca im Angebot war.

Holetschek will den Impfstoff jedoch möglichst nicht verfallen lassen. „Wir werden alles tun um darzustellen, wofür wir Astrazeneca einsetzen können“, sagte er und nannte Kreuzimpfungen mit anderen Impfstoffen als Beispiel. „Der Versuch ist schon noch da, deutlich zu machen, dass das eine sinnvolle Alternative sein kann.“ Auch Auffrischungsimpfungen etwa in Pflegeheimen seien ein Thema.

Es gebe aber auch Gespräche mit dem Bund, über die Frage, was mit dem Impfstoff geschehen könne, um ihn nicht verfallen zu lassen. Notfalls müsse er woanders eingesetzt werden, um ihn nicht zu vergeuden. dpa

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