Impfungen gegen Schweinegrippe angelaufen

München - Auch in Bayern ist die Schutzimpfung gegen die Schweinegrippe angelaufen.

Nach Angaben des Umwelt- und Gesundheitsministeriums vom Montag werden seit dem vergangenen Freitag die ersten Krankenhausapotheken mit dem Impfstoff beliefert. Auch andere Apotheken könnten seit Montag Bestellungen aufgeben, sagte eine Sprecherin des Ministeriums.

In der laufenden Woche stünden rund 250 000 Impf-Dosen für ganz Bayern zur Verfügung; weitere Dosen würden wöchentlich folgen. Man habe dafür gesorgt, dass der Impfstoff in ganz Bayern vorhanden sei, hieß es aus dem Gesundheitsministerium, das für die Logistik zuständig ist. Insgesamt seien rund 7,5 Millionen Dosen für den Freistaat bestellt worden.

In München wurden alle fünf städtischen Krankenhäuser bereits mit dem Impfstoff ausgestattet. Im Klinikum Schwabing wurde am Montagmorgen mit den Impfungen begonnen. Beim Klinikum Rechts der Isar der Technischen Universität München rechnet man damit, dass ab diesem Dienstag Impfungen verabreicht werden können. Im Klinikum der Universität München wird der Impfstoff nach Angaben einer Pressesprecherin erst Mitte der Woche eintreffen.

Als erstes sollen Risikogruppen immunisiert werden. Dazu zählen neben den Beschäftigten in Krankenhäusern, Arztpraxen und Laboren auch Menschen, für die eine Infektion schwerwiegende Folgen haben könnte. Damit sind unter anderem Immungeschwächte, Schwangere und chronisch Kranke gemeint.

Wer etwa unter Herz-Kreislauf- Erkrankungen, Diabetes oder Übergewicht leidet, solle sich so früh wie möglich das Serum verabreichen lassen, rät das Bayerische Gesundheitsministerium. Allerdings ist die Impfung für alle freiwillig. Wer sich gegen das Schweinegrippenvirus schützen will, muss keine Praxisgebühr entrichten; auch die Impfung ist kostenlos. Auf der Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns können sich Interessierte Listen mit den Arztpraxen herunterladen, in denen Impfungen durchgeführt werden. Die Listen werden ständig aktualisiert. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat außerdem eine Hotline unter der Nummer 089-31560-101 eingerichtet; hier kann man sich montags bis freitags zwischen 10 und 16 Uhr über das Grippevirus informieren.

dpa

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