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2016 schlugen deutschlandweit 431.644 Blitze ein.

München ist es nicht...

In dieser bayerischen Stadt schlagen die meisten Blitze ein

Nirgendwo sonst blitzt und knallt es mehr: Aschaffenburg ist die Stadt in Deutschland, in der 2016 die meisten Blitze eingeschlagen haben. Die Feuerwehr dort hat trotzdem nicht wesentlich mehr zu tun.

München - Wenn Gewitter über Deutschland ziehen, scheint eine Stadt in Bayern die Blitzeinschläge magisch anzuziehen: In Aschaffenburg haben im vergangenen Jahr die meisten Blitze den Boden erreicht. Nach einer Auswertung des Blitz-Informationsdienstes von Siemens schlugen 3,8 Blitze pro Quadratkilometer in der unterfränkischen Stadt ein.

Keine andere Stadt in Deutschland hatte demzufolge eine höhere Blitzdichte. Lediglich der Landkreis Wesel in Nordrhein-Westfalen kommt auf mehr Blitze auf einer Fläche von 1000 mal 1000 Metern; dort schlugen im vergangenen Jahr 4,1 Blitze ein. Insgesamt waren es in Aschaffenburg auf einer Fläche von 62 Quadratkilometern 238 Blitze.

„Da ist mir im Stadtgebiet nichts aufgefallen“

Die Feuerwehr in Aschaffenburg zeigte sich überrascht. „Ich kann nicht sagen, dass wir wegen gehäufter Blitzeinschläge übermäßig viele Einsätze hätten. Da ist mir im Stadtgebiet nichts aufgefallen“, sagte Ralf Braun von der Integrierten Leitstelle. Die Stadt habe auch nicht unbedingt mehr Kirchtürme als andere Kommunen in Bayern. „Wir sind zwar katholisch, aber die Anzahl der Kirchen ist nicht außergewöhnlich hoch“, sagte Braun dazu.

Im Langzeitvergleich liegt übrigens auch Bayern vorn: Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1999 schlugen in den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen (4,2 Einschläge pro Quadratkilometer) und Berchtesgadener Land (3,8) die meisten Blitze ein.

431.644 Blitze in Deutschland im Jahr 2016

Der Blitz-Informationsdienst zählt deutschlandweit alle Blitze - sowohl die in den Wolken als auch die, die die Erde berühren. Insgesamt schlugen im vergangenen Jahr demzufolge 431.644 Blitze in Deutschland ein. Gemessen wird das mit Antennen, die das elektromagnetische Signal eines jeden Blitzes wahrnehmen. Damit könne Siemens den Einschlagsort auf weniger als 100 Meter genau bestimmen.

Diese Daten sind beispielsweise wichtig für Versicherungen, die Unwetterschäden bezahlen sollen. Im Jahr 2015 haben die Hausrat- und Wohngebäudeversicherer 220 Millionen Euro nach Blitzschäden ausgezahlt. Auch für Vorhersagen sind die Daten wichtig. Deshalb zählen auch Energieversorger, Industriebetriebe, Freizeitparks, Golfplätze oder Konzertveranstalter zu den Kunden.

Lesen Sie auch: Hagelsturm in München am 12. Juli 1984: "Es sah aus wie nach einem Bombenanschlag"

dpa

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