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Prozess um Mordversuch mit Rattengift

Urteil am Freitag

Anschlag mit Rattengift auf Eltern: Landwirt drohen zwölf Jahre Haft

Mit Rattengift aus China soll ein Landwirt zum Giftmischer geworden sein. Der 53-Jährige soll das Essen seiner Eltern vergiftet haben. Dafür soll er zwölf Jahre in Haft.

Ingolstadt - Wegen eines Mordversuchs mit Rattengift an seinen Eltern soll ein 53 Jahre alter Mann nach Ansicht der Staatsanwaltschaft zwölf Jahre ins Gefängnis. Diese Strafe forderte die Anklagebehörde in dem seit Ende Januar am Ingolstädter Landgericht laufenden Verfahren am Montag. Die Verteidiger plädierten hingegen auf einen Freispruch, sie sehen die ihrem Mandanten vorgeworfene Tat als nicht bewiesen an. Wie Oberstaatsanwalt Nicolas Kaczynski nach der nicht-öffentlichen Verhandlung berichtete, soll an diesem Freitag das Urteil verkündet werden.

Der 53-Jährige soll laut der Ermittler aus Habgier versucht haben, seine Eltern zu töten. So habe er seine finanziellen Probleme lösen wollen. Das Rattengift soll sich der Bauer dafür extra in China bestellt haben. Der Sohn und die Eltern lebten in Wettstetten (Landkreis Eichstätt) Haus an Haus. Die vergifteten Eltern kamen ins Uniklinikum nach Regensburg, dort konnten die Ärzte die heute 77 Jahre alte Mutter und den 81-jährigen Vater retten.

Der 53-Jährige hatte zu Prozessauftakt zugegeben, das Rattengift in China bestellt zu haben. Er habe das Mittel aber dann weggeworfen, aus seiner Mülltonne habe jeder das Gift nehmen können. Der Mann verdächtigte seine Schwester, Ende 2016 das Gift in die Lebensmittel der Eltern gemischt zu haben.

Ursprünglich war der Mann sogar wegen eines weiteren Mordversuchs mit Rattengift angeklagt. Er soll auch versucht haben, im Jahr 2015 seine damalige Lebensgefährtin umzubringen. Auch diese Tat hatte der Angeklagte bestritten. In dem Verfahren wurde dieser Mordvorwurf aber fallengelassen, so dass nur noch der Giftanschlag auf die Eltern im Raum steht.

dpa/lby

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