Kripo ermittelt

Brand in Lager des Deutschen Museums: Tausende Exponate zerstört?

Am Mittwochabend ist in Ingolstadt in einer Lagerhalle ein Brand ausgebrochen. Das Deutsche Museum hatte dort rund 8000 Exponate ausgelagert.

Update 13.40 Uhr: Jetzt ist klar, was in der Halle in Ingolstadt gelagert war, die Mittwochabend abgebrannt ist. Bei dem Großbrand in einem Lager des Deutschen Museums ist ein Schaden von mindestens zehn Millionen Euro entstanden. Das Münchner Museum, das zu den größten Technikmuseen der Welt gehört, hatte rund 8000 Exponate nach Ingolstadt ausgelagert. Darunter sei beispielsweise ein Mikroskop von Chemie-Nobelpreisträger Manfred Eigen. „Das ist ein überaus wertvolles Kulturgut“, sagt der Generaldirektor des Deutschen Museums Wolfgang M. Heckl.

Inwiefern Ausstellungsstücke nun aus der Brandruine gerettet werden können, sei noch nicht absehbar. Der materielle Schaden liege „aber sicher im zweistelligen Millionenbereich“, berichtete das Museum. Menschen kamen bei dem Feuer nicht zu Schaden.

Da das Deutsche Museum kein eigenes Zentraldepot besitzt, hat es zur Lagerung der nicht in den aktuellen Ausstellungen gezeigten Stücke mehrere Depots über Bayern verteilt angemietet. Das Ingolstädter Lager wurde schon längere Zeit von dem Museum genutzt.

Das Technikmuseum hatte dort von der Nähmaschine bis zum Segelflugzeug Exponate von „einzigartigem historischen Wert“ gelagert. Die Mitarbeiter berichteten jedoch, dass die meisten Stücke das Feuer überstanden haben. Da viele der Gegenstände aus Metall seien, könne es sein, dass diese nur verrußt seien und durch eine Restauration gerettet werden könnten. „So, wie es derzeit aussieht, haben wir keinen Totalverlust“, sagte Museumssprecher Gerrit Faust, nachdem Mitarbeiter sich am Donnerstag vor Ort selbst ein Bild der Zerstörung gemacht hatten.

Betroffen vom Großfeuer ist auch das Ingolstädter Museum für Konkrete Kunst, Bilder und Objekte. Das Museum hatte in einer benachbarten Halle ebenfalls Exponate gelagert. Nach einer ersten Besichtigung gab die Stadtverwaltung aber Entwarnung. Es seien bei den Stücken des Kunstmuseums allenfalls geringe Schäden entstanden.

Das war die Erstmeldung: Brand in Lagerhalle verursacht Schaden in Millionenhöhe

Ingolstadt - In Ingolstadt ist in einer Lagerhalle ein Brand ausgebrochen und hat einen Millionenschaden verursacht. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mitteilt, ist es am Mittwoch, den 10. Oktober, aus bisher ungeklärter Ursache zu dem Unglück gekommen. In der großen Lagerhalle in der Maffeistraße soll es zu einer Verpuffung gekommen sein. 

Personen wurden wohl nicht verletzt, es entstand aber ein hoher Sachschaden. Obwohl die Berufsfeuerwehr Ingolstadt den Brand sofort bekämpfte, sind zwei Teilbereiche der großen zweistöckigen Lagerhalle in Vollbrand geraten. Zwar hatten die Einsatzkräfte das Feuer nach zwei Stunden unter Kontrolle, jedoch dauerten die Arbeiten bis in die frühen Morgenstunden an. 

Brand in Lagerhalle: Kripo Ingolstadt eingeschalten

Die Kripo Ingolstadt wurde eingeschaltet, da zu der Verpuffung noch keine Aussagen getroffen werden konnten. In der Nacht wurden die Ermittlungen aufgenommen und sollen, sobald der Ort betretbar ist, am Morgen von einem Fachkommissariat weitergeführt werden, teilten die Beamten mit. 

Nach ersten Einschätzungen soll es zu einem Schaden in Millionenhöhe gekommen sein. Hochwertige Gegenstände verschiedener Eigentümer wurden durch den Brand zerstört. Verlässliche Angaben lassen sich daraus aber nicht schließen. 

mm/tz

Mit Material von dpa.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Sebastian Ste / Sebastian Stenzel (Symbolbild)

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