Viel zu schnell unterwegs

Raser fährt auf A9 zwei Kinder tot - und kommt mit Bewährungsstrafe davon

Viel zu schnell ist ein Raser bei nasser Fahrbahn unterwegs gewesen und hat einen Unfall verursacht, bei dem zwei Kinder gestorben sind. Er kommt glimpflich davon.

Ingolstadt - Nach einem Unfall mit zwei toten Buben ist ein Autobahnraser in Ingolstadt rechtskräftig zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten verurteilt worden. Der damals 49 Jahre alte Münchner war im Mai 2016 auf der Autobahn 9 bei Denkendorf mit rund 180 Stundenkilometern unterwegs, obwohl die Straße dort nass war und die Höchstgeschwindigkeit auf 80 beschränkt war. Der Mann verlor die Kontrolle über sein Auto und rammte den Wagen einer sechsköpfigen Familie. Die acht und neun Jahre alten Söhne wurde aus dem Fahrzeug geschleudert und starben. Die Eltern sowie zwei Töchter wurden teilweise schwer verletzt.

Erstmals Mordurteil gegen Raser in Berlin: Verteidiger legt Revision ein

Wie das Ingolstädter Landgericht am Freitag berichtete, ist das im November 2017 verkündete Urteil des Amtsgerichts Ingolstadt nun rechtskräftig geworden, nachdem die Berufung zurückgezogen wurde (Az.: 2Ds 12 Js 8659/16). Das Gericht hatte dem Raser bei dem Urteil zugutegehalten, dass die getöteten Buben nicht angeschnallt waren und deswegen aus dem Fahrzeug geschleudert wurden.

Historischer Tiefstwert: Noch nie gab es so wenig Tote auf Bayerns Straßen

Zudem habe der Angeklagte bisher ein unbescholtenes Leben geführt und durch den Unfall ebenfalls schwere bleibende Verletzungen körperlicher und psychischer Art erlitten, erklärte Gerichtssprecherin Heike Linz-Höhne. Der wegen fahrlässiger Tötung verurteilte Mann muss zudem mehrere Tausend Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen und verliert für weitere sechs Monate seinen Führerschein.

dpa

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

32 Jahre nach Tschernobyl: Zwei Pilzsorten sind in Bayern immer noch besonders gefährdet
Die Nuklearkatastrophe wirkt sich in Bayern immer noch aus, warnt das Bundesamt für Strahlenschutz. Zwei Pilzsorten sind besonders betroffen.
32 Jahre nach Tschernobyl: Zwei Pilzsorten sind in Bayern immer noch besonders gefährdet
Frau verliert Kontrolle über Auto - weil sie ein Tier verscheuchen will
Als eine Frau in ihrem Auto ein Tier entdeckt, gerät sie in Panik. Sie will es verscheuchen - und verliert die Kontrolle über ihren Wagen.
Frau verliert Kontrolle über Auto - weil sie ein Tier verscheuchen will
Vermisster Schwiegervater taucht nach einer Nacht mit verrückter Geschichte wieder auf
Weil eine Frau ihren Schwiegervater vermisst meldet, ermittelt die Polizei. Ein paar Stunden später taucht der Mann auf - allerdings sehr erschöpft.
Vermisster Schwiegervater taucht nach einer Nacht mit verrückter Geschichte wieder auf
Auto erfasst Fußgänger - 20-Jähriger stirbt noch am Unfallort
In Fürth fährt ein 44-Jähriger einen 20-Jährigen an. Dieser muss am Unfallort wiederlebt werden - und stirbt im Krankenhaus.
Auto erfasst Fußgänger - 20-Jähriger stirbt noch am Unfallort

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion