Massenkarambolage Unfall Auto Wrack A9 Ingolstadt
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Auf der A9 sind bei einer Massenkarambolage 18 Menschen verletzt worden. Die Insassen dieses Wagens befreite die Feuerwehr.

Mehrere Schwerverletzte

„Noch nie dagewesener“ Massen-Crash auf A9 mit 65 Fahrzeugen: Münchner musste aus Fahrzeug geschnitten werden

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  • Katarina Amtmann
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Ein schlimmer Unfall hat sich am Freitag auf der A9 bei Ingolstadt ereignet. Bei einer Massenkarambolage waren 65 Autos beteiligt, es gab Schwerverletzte.

Update vom 20. März, 10.28 Uhr: Nach der Massenkarambolage auf der A9 am Freitag schwebt weiter ein Mensch in Lebensgefahr. Das bestätigte die Polizei am Samstag. Bei der Unfallserie mit 65 Fahrzeugen nahe Ingolstadt waren drei Personen schwer und 15 weitere leicht verletzt worden.

„Noch nie dagewesener“ Massen-Crash auf A9 mit 65 Fahrzeugen: Münchner musste aus Fahrzeug geschnitten werden

Update vom 20. März, 8.35 Uhr: Auf der A9 löste ein „plötzlich auftretender Graupelschauer eine im Bereich der Verkehrspolizei Ingolstadt noch nie dagewesene Massenkarambolage aus.“ Das teilte die Polizei in einer Pressemitteilung mit.

Gegen 11.54 Uhr gingen bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord in Ingolstadt die ersten Mitteilungen über eine Massenkarambolge auf der A9 in Richtung München ein. „Auslöser war ein Höhe der Gemeinde Hepberg durchziehender, unwetterartiger Graupelschauer, der innerhalb weniger Sekunden die gesamte Fahrbahn mit Graupel bedeckte“, heißt es dazu weiter. Eine Autofahrerin aus Fürth war die erste, die kurz vor 12 Uhr mit ihrem Auto ins Schleudern kam. Sie kollidiert mit einem Lkw und wurde schwer verletzt. Ihr Auto kam auf dem mittleren Fahrstreifen zum Stehen. Der Lkw kam auf dem rechten Fahrstreifen zum Stillstand.

Massenkarambolage auf A9 nahe Ingolstadt: 65 Fahrzeuge in Unfallgeschehen verwickelt

„Während dieses Unfallgeschehens musste der nachfolgende Verkehr stark abbremsen, wobei es bereits zu den nächsten Kollisionen zwischen vereinzelten Pkws und auch einem rechts fahrenden Lkw kam. Dieser wiederum schleuderte nach dem Anstoß mit einem Pkw nach links weg und stieß mit seiner Zugmaschine in die Mittelleitplanke. Hierbei knickte die Zugmaschine nach links hinten weg und der Auflieger kam quer zur Fahrtrichtung über sämtliche Fahrstreifen hinweg zum Stehen, weshalb es auch die nachfolgenden Fahrzeuge nicht mehr rechtzeitig schafften, auf der rutschigen Fahrbahn stehen zu bleiben oder eben auszuweichen.“ Das teilte die Polizei zum weiteren Unfallverlauf mit. Es kam zu mehreren weiteren Unfällen, nach aktuellem Kenntnisstand waren 65 Fahrzeuge beteiligt, 13 davon Lkw.

Massenkarambolage auf A9: Münchner muss von Feuerwehr aus BMW befreit werden - schwer verletzt

Drei Personen wurden schwer verletzt, zwei von ihnen waren in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr befreit werden. „Einer davon, ein 25-jähriger Münchener, musste, nachdem er von der Feuerwehr aus seinem BMW heraus geholt worden war, mit schwersten Verletzungen vom Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. 15 Personen zogen sich leichte Verletzungen zu.

Die A9 musste auf Höhe der Unfallstelle in Fahrtrichtung Nürnberg zunächst komplett gesperrt werden. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Lenting ausgeleitet. „In Fahrtrichtung München wurde an der Anschlussstelle Denkendorf eine Ausleitung aufgebaut. Der im Stau befindliche Verkehr in Fahrtrichtung München wurde über die Rastanlage Köschinger Forst West von der Autobahn abgeleitet“, heißt es. Nachdem die Fahrstreifen wieder freigegeben werden konnten, dauerte es bis in den späten Nachmittag, ehe sich der kilometerlage Rückstau Richtung Nürnberg aufgelöst hatte.

In Fahrtrichtung München konnte die Totalsperre erst gegen 18 Uhr aufgehoben werden. Nachdem die letzten Bergungsarbeiten um 19 Uhr beendet waren, war auch die Strecke Richtung München wieder uneingeschränkt befahrbar. Der Schaden wird auf mindestens 500.000 Euro geschätzt.

Massenkarambolage nahe Ingolstadt - Großeinsatz dauert an

Update vom 19. März, 15.43 Uhr: Nördlich von Ingolstadt sind, wie berichtet, zahlreiche Autos und Lastwagen auf der A9 ins Rutschen geraten. Grund dafür war vermutlich ein Hagelschauer. Der Großeinsatz der Rettungskräfte dauert an, es gibt viele Verletzte und beschädigte Fahrzeuge.

Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hat sich der Unfall auf Höhe des Ortes Denkendorf auf der A9 in Fahrtrichtung München zugetragen. Bei der Massenkarambolage in der Nähe von Ingolstadt sind, anders als von der Polizei anfangs eingeschätzt, insgesamt 18 Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Nach den aktuellsten Angaben der Beamten waren in den Unfall nach dem Hagelschauer 65 Fahrzeuge verwickelt. Die Behörden gehen aktuell von drei Schwer- und 15 Leichtverletzten aus. Mehrere Hubschrauber und zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz.

Massenkarambolage auf A9: 65 Fahrzeuge beteiligt - Bergung dauert an

Von den 65 beteiligten Fahrzeugen wurden 18 Autos und acht Lastwagen zwischen Denkendorf und Lenting beschädigt. Die Bergung auf der stark befahrenen Autobahn wird sich nach Angaben einer Polizeisprecherin bis in den Abend ziehen, wie die dpa berichtet. Von einem Hubschrauber aus hätten sich die Beamten einen Überblick über die Lage verschafft.

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler war plötzlich einsetzender Hagel der Grund für den Unfall. Dieser wurde der Sprecherin zufolge auf der Fahrbahn zu Matsch, auf dem viele Fahrzeuglenker ins Rutschen geraten seien.

Massen-Crash auf der A9 bei Ingolstadt nach einem Hagelschauer: Ein weiteres Bild der Unfallstelle, deren Trümmer sich über Kilometer ziehen.

Der Verkehr staute sich zum Zeitpunkt der Agenturmeldung gegen 15.30 Uhr in Richtung München auf rund 18 Kilometer Länge. „Die Polizei rief Auto- und Lastwagenfahrer zu Geduld auf.“ Die Gegenspur in Richtung Nürnberg wurde kurzfristig gesperrt, da die Feuerwehr Platz für die Bergung benötigte. Bilder zeigen, dass Feuerwehrleute Verletzte mit schwerem Gerät aus mindestens einem Unfallwrack befreien mussten.

Update, 14.44 Uhr: Die Sperre dauert nach dem Massen-Crash auf der A9 bei Ingolstad an. Inzwischen reicht sie dem Vernehmen nach sogar bis zur Ausfahrt Ingolstadt Nord. Ein großer Rückstau wächst in beide Richtungen. Die parallele Staatsstraße zwischen Denkendorf und Ingolstadt ist hoffnungslos überlastet. Die Polizei spricht von einem „Trümmerfeld“ vor Ort, das sich weit über die A9 zieht.

Ersten, noch unbestätigten Informationen vom Unfallort zufolge setzte kurz vor dem Unfall gegen Mittag ein schwerer Hagelschauer ein. Dieser könnte den Massen-Crash mit ausgelöst haben. Beteiligt sind mindestens zwei Lkw und viele Pkw. Insgesamt sollen rund 30 Fahrzeuge betroffen sein. Ersten Informationen nach gibt es mindestens zwei Schwerverletzte. Die Aufräumarbeiten dauern an.

Erstmeldung, 14.03 Uhr: Ingolstadt - Die A9 ist aktuell zwischen den Anschlussstellen Denkendorf und Lenting nördlich von Ingolstadt in Richtung München nach einer Massenkarambolage komplett gesperrt.

Ein aktuelles Bild von der Unfallstelle: Die A9 ist nach einem Unfall mit 30 Fahrzeugen Richtung München komplett gesperrt.

Mega-Crash auf A9: Einsatz läuft - Autobahn komplett gesperrt

Laut Information der Polizei sollen rund 30 Fahrzeuge, darunter Autos und Lastwagen, in den Unfall verwickelt sein. Mindestens zwei Menschen sind nach ersten Informationen der Polizei schwer verletzt worden. Die A9 ist derzeit in Richtung München komplett für den Verkehr gesperrt. Aktuell bildet sich vor allem in die Gegenrichtung, also Richtung Nürnberg ein langer Stau. Die Umfahrungsstrecke, das ist die Nürnberger Straße, beziehungsweise die Staatsstraße 2229, die parallel zur Autobahn 9 verläuft, ist ebenfalls komplett überlastet. (kmm/News5)

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