Loch Eis Symbolbild Eisbaden
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Beim Eisbaden verunglückte ein Eichstätter tödlich (Symbolbild).

Reanimation erfolglos

Tragischer Unfall beim Eisbaden: 39-Jähriger schlägt zwei Löcher - und scheitert am Durchtauchen

  • Jonas Napiletzki
    vonJonas Napiletzki
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Beim Eistauchen ist ein Eichstätter tödlich verunglückt. Einsatzkräfte fanden den Mann nach einer Stunde - Reanimationsversuche blieben erfolglos.

  • In Landershofen (Kreis Eichstätt) ist ein 39-Jähriger tödlich verunglückt.
  • Der Eichstätter hatte in der Stadt nahe Ingolstadt* zwei Löcher in einen Seitenarm der Altmühl geschlagen.
  • Der Versuch, von Loch zu Loch zu tauchen, missglückte - der Mann tauchte nicht mehr auf.

Landershofen/Eichstätt - Er wollte die Eisfläche von Loch zu Loch durchtauchen - und bezahlte dafür mit seinem Leben: Ein 39-jähriger Eisschwimmer ist am vergangenen Sonntag gegen 13 Uhr tödlich verunglückt. Ein Zeuge hatte die Szene beobachtet und Rettungskräfte herbeigerufen. Das Opfer war unter der Eisfläche eines Altwasserarms der Altmühl bei Landershofen für die Helfer jedoch schwer zu finden.

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mitteilt, hatte der Mann „einige Meter vom Ufer entfernt mit einem Beil zwei Löcher ins Eis geschlagen, um Eisbaden* zu gehen“. Der anschließende Versuch von einem Loch im Eis ins nächste zu tauchen, war laut Zeugenangaben jedoch gescheitert. „Der Mann tauchte nicht mehr auf.“ Die alarmierte Feuerwehr schnitt die Eisfläche an mehreren Stellen auf - fand den 39-Jährigen aber nicht. „Etwa eine Stunde später konnte ein Rettungstaucher der Wasserwacht den Verunglückten bergen“, schreibt die Polizei.

Eichstätt: Mann verschätzt sich beim Eisbaden - Reanimation durch Rettungskräfte erfolglos

Der stark unterkühlte Mann wurde laut Pressemitteilung unter laufender Reanimation vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Dort blieben die ärztlichen Bemühungen letztlich erfolglos. Im Einsatz waren Kräfte der Polizei, Feuerwehr, Wasserwacht und dem Roten Kreuz aus Eichstätt. Aus Ingolstadt wurde das dort ansässige Rote Kreuz und die Wasserwacht hinzugezogen. Kräfte der Wasserwacht Neuburg unterstützten ihre Kollegen aus Ingolstadt und Eichstätt. Die Sachbearbeitung in dem Fall wurde durch die Kriminalpolizei Ingolstadt übernommen. „Ein Fremdverschulden kann wohl ausgeschlossen werden“, teilt die Polizei mit.

Die Beamten betonen: „Das Eisbaden ist gerade im Lockdown ein zunehmend beliebtes, aber lebensgefährliches Hobby.“ Die Rettungskräfte würden deshalb dringend davon abraten, diesem risikoreichen Trend zu folgen. „Auch geübte Eistaucher und Eisschwimmer sollten – wenn überhaupt – niemals ohne Sicherung ins Wasser gehen.“ Besonders Menschen mit Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen müssten im Zweifelsfall ganz auf den Sport verzichten.

Auch im Sommer kommt es immer wieder zu Badeunfällen in Bayern*. (nap) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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